Schattenrausch

Das Abenteuer um die Zauberschmiedin Rayka geht weiter

Ab Dezember wird es ihn geben – den zweiten Teil der Reihe Die Zauberschmiedin – als E-Book und Print bei Amazon

Schattenrausch
Schattenrausch

 

Die Feuerelbin Rayka ist die Auserwählte, davon ist der Weltenwanderer Viator überzeugt. Mit ihrer Hilfe sollen die Silbren gefunden und dem üblen Treiben des Dunklen Herrschers Einhalt geboten werden. Doch die Zauberschmiedin hat im Zorn ihre Rivalin Syra getötet. Kann eine Mörderin die Auserwählte sein?

Der Suchtrupp jagt sie unerbittlich und muss sich während der Verfolgung zahlreichen Widrigkeiten stellen. Während der Schmuckhändler Targoin in einen Zweikampf mit einer Zentaurenkriegerin verwickelt wird, begegnet die Bogenmeisterin Bruna ihren eigenen Dämonen.

Die Lichtelbin Lavilija ist überzeugt, dass Rayka nach Silbrarillia muss, um mit dem Weltenwanderer die Götterjuwelen zu suchen. Doch als die Marroval und der Feuergrimmige Lavilija gefangen nehmen und sie zur Vulkanburg des Dunklen Herrschers verschleppen, will Rayka die Lichtelbin befreien. Währenddessen plant der Dunkle Herrscher ein grausames Ritual, um Sonne und Mond zu morden.

Es entbrennt ein wahres Feuerwerk der Zauberei.

 

Mini – Historie

E-Book

Raykas Geschichte bewegt mich seit Jahren und der Kosmos Apeiron mit der Welt Eisenland fast ein Jahrzehnt. Und dann nach einer intensiven Phase des Schreibens und Überarbeitens war es soweit, am 01.09.2016 (an meinem Namenstag) kam das E-Book heraus.

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Print

Um den Menschen, die lieber ein gedrucktes Buch in der Hand halten, gerecht zu werden, wollte ich es auch unbedingt als Print herausbringen. Dafür lernte ich dann eigens Layout und Satz. Am 10.9.2016 hielt ich meinen Debütroman gedruckt in den Händen. Das war wirklich ein erhebenes Gefühl. Mit dem optischen Ergebnis war ich ebenso zufrieden.

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Bisschen Bestseller

Ende September konnte ich mich das erste Mal über einen Platz 1 in der Kategorie „Dunkle Fantasie“ bei Amazon freuen.

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Teil 2

Und jetzt schreibe ich voller Tatendrang an dem zweiten Teil, den ich gerne Ende November veröffentlichen möchte.

 

3. Kapitel

3. Das Wolfsbaukind

Der alte Wolfsbau schien verlassen zu sein, denn er war von Gestrüpp und Dornen zugewuchert. Mit Dolchen schnitten sie sich den Weg frei, dennoch mussten sie suchen, bis sie einen Eingang fanden.

Als sie die Höhle betraten, umfing sie Schwärze. Kein Spalt ließ Licht hindurch. Emdoras stieß sich schimpfend den Kopf. »Ich sehe nichts. Und wie niedrig es hier ist. Hier passt doch kein Elb durch.«

»Es ist ja auch eine Wolfshöhle. Komm!« Martius übernahm die Führung.

Gebückt tasteten sie sich vorwärts. Der Goldschmied spürte leichte Magie auf seiner Haut prickeln. Ihn erfasste sofort eine Erregung und er dachte an die glänzenden grauen Augen der fremden Elbin, die ihn in ihren Bann geschlagen hatten. Mit Mühe unterdrückte er ein Keuchen. Er wünschte sich, sie wäre anstelle des Bogenmeisters bei ihm. Und kaum hatte sich der Wunsch an die Oberfläche seines Bewusstseins gekämpft, sah er sie auch schon vor sich. Nackt. Ihren weißen, vollkommenen Körper mit den kleinen, festen Brüsten und rotem Flaum an der Scham. Überwältigt riss er sich in seiner Illusion die Kleider vom Leib, warf sie achtlos auf den Boden und stürzte sich auf die Elbin. Seine Lippen suchten gierig ihren Mund. Er erschauderte vor Lust, verdrängte gekonnt die Erkenntnis, dass er in einem Tagtraum gefangen war. Die Finsternis schützte ihn davor, sich einzugestehen, dass er bekleidet neben Emdoras stand und sich nicht nackt auf dem feuchten Boden mit der aufregenden Elbin wälzte. Hitze jagte durch seinen Körper.

»Hast du keinen deiner Leuchtsteine dabei?«, fragte Emdoras. »In der Dunkelheit weiterzugehen, halte ich nicht für sinnvoll.«

Martius schüttelte den Kopf.

»Du musst schon was sagen«, forderte ihn der Bogenmeister auf.

Martius berührte in diesem Moment sanft die Brüste der Schönheit und stöhnte vor Lust auf.

»Ist dir nicht gut? Bist du verletzt? Ich bringe dich nach Hause. Das war eine dumme Idee, nach einer Hinterlassenschaft zu suchen. Hier war seit Jahren niemand mehr.«

»Doch, ich muss!«, ächzte Martius. Für einen Moment riss er sich von der Fremden los, die in seinem Kopf herumspukte. »In meiner Werkstatt sind Leuchtsteine. Kannst du sie holen? Du wärst in einer guten Viertelstunde zurück. Ich muss mich hinsetzen und etwas ausruhen.«

»Hier? Nein, ich bring dich besser raus.« Emdoras griff nach Martius Arm, dessen Körper so empfindlich war, dass er vor Erregung keuchte. Der Bogenmeister deutete es offenbar fehl und meinte: »Du musst große Schmerzen haben. Setz dich und ruh dich aus. Ich bin gleich zurück mit einem deiner Leuchtsteine.« Er tätschelte vorsichtig Martius’ Schulter. Dann war der Goldschmied endlich allein. Zuerst nahm er das Patschen der suchenden Hände auf den Höhlenwänden wahr, die sich immer weiter entfernten, bis ein erleichtertes Seufzen zu hören war. Emdoras war draußen. Bald verklang das Rascheln der forteilenden Schritte. Nachdem sich Martius sicher war, dass Emdoras einige Zeit nicht zurückkehren würde, ließ er es zu, dass Zähne ihn spielerisch ins Ohrläppchen zwickten und eine lockende Stimme an seinem Ohr flüsterte: »Er ist fort. Mach weiter. Du hast eben so wunderbar meine Brüste gestreichelt!«

Zu gern folgte der Waldelb und wunderte sich, wie samtig und fest ihre Haut sich anfühlte. Furchtbar laut stöhnte sie, sodass er befürchtete, Emdoras könne sie hören und zurückkommen. Sanft legte er seine Hand auf ihre Lippen. Sie erwischte einen seiner Finger, biss hinein, steckte ihn sich in den Mund und begann, daran zu saugen, sodass heiße Wellen durch seinen Körper jagten und der steil aufgerichtete Penis an seinen Bauch schlug. Sehnsucht quälte ihn, so gern würde er sich in sie versenken. Er beobachtete, wie sie genüsslich die Augen schloss, dabei war es finster in der Höhle. Wie konnte ein Tagtraum so real sein? Doch er war in ihm gefangen, konnte sich nicht daraus befreien. Er wollte es auch gar nicht, sondern gierte nach diesem verlockenden Körper. Berauscht vor Lust bedeckte er ihren Hals mit leichten Küssen, arbeitete sich tiefer, bis er ihre rechte Brustwarze fand, an der er heftig saugte. Sie bebte unter seinen streichelnden Händen und seinem fordernden Mund. Dann ließ er von ihr ab, umrundete sie rasch und begab sich hinter sie. Sie drückte ihm ihren runden Po entgegen, tastete mit der rechten Hand nach seinem harten Penis und führte ihn in ihre Weiblichkeit ein, während die linke seine Schenkel umschlang. Er fuhr ihr leicht mit einem Finger über den Bauch und arbeitete sich so zu ihren Brüsten, um die harten Brustwarzen zu liebkosen. Er genoss ihr Stöhnen, das zu lustvollen Schreien erwuchs. Doch als er sich an ihren Brüsten festkrallen wollte, fasste er plötzlich ins Leere. Im nächsten Moment fand er sich auf den Boden liegend wieder. Sein Samen ergoss sich unnütz in seine Beinkleider. Er heulte auf vor Enttäuschung. Wo war sie hin? Martius fühlte sich betrogen. Warum tat sie ihm das an? Langsam kam er zu Atem und dachte voller Scham darüber nach, wie er darauf kam, sich zu paaren wie die Warge? Das war ja widerlich.

Nie zuvor war er so erregt gewesen und hatte die Kontrolle über sich verloren. Nie zuvor. Außer vielleicht im Kampfesrausch war er wie im Wahn gewesen. Sie musste eine Hexe sein, die ihn verrückt machte und verdorben hatte. Er musste raus hier, bevor die Magie seinen Geist noch vollends verwirrte und er ernsthaft Schaden nahm. Dann hörte er plötzlich ein Wimmern, tiefer in der Höhle. Mein Kind!, durchfuhr es ihn. Aber es war ihr Kind, er hatte nur in Gedanken Unzucht mit ihr getrieben. Bei aller Magie, daraus konnte kein Elb entstehen. Ich will es nicht!, wollte er schreien und ließ es doch. Als er Richtung Höhlenausgang stolperte, hörte er Emdoras rufen und der Lichtschein des Glühsteins war am Höhleneingang auszumachen. Rasch richtete Martius seine Kleidung, nahm Haltung an und wartete, dass der Bogenmeister zu ihm kam.

»Na, alles in Ordnung?«, fragte Emdoras besorgt, als er in das blasse Gesicht des Goldschmieds sah, das der Glühstein beleuchtete.

Dieser nickte nur benommen. Der Liebesrausch war verflogen und es blieb bei aller Intensität nur Verwirrung und Scham. Dann erklang erneut ein Wimmern.

»Das hört sich an wie ein Kind!«, bemerkte Emdoras. »Ist das die Hinterlassenschaft?«

Martius zuckte mit den Achseln. »Wir sollten nachschauen.«

Der Glühstein erhellte den schmalen Korridor zwischen den schroffen Felswänden dürftig, aber es reichte aus, ihm zu folgen. Nach ungefähr fünfzig Schritten verbreiterte sich der Gang zu einem größeren Hohlraum.

Der zerklüftete Felsen hatte Nischen gebildet. Sie waren teilweise armbreit und hoch, glatt ausgespült durch das Kalkwasser, das seit Jahrtausenden tropfte und die Ausdauer besaß, Stein auszuhöhlen und blank zu schleifen. Martius wunderte sich. Es hätte hier kühl und feucht sein müssen, doch es lag eine Wärme in dieser Kaverne, die angenehm war. Kein Modergeruch war zu spüren. Es duftete nach Sommer, frischem Gras und Blüten. Von dem Goldschmied fiel jede Anspannung, Selbstzweifel und Trauer ab. Er fühlte sich leicht, nahezu beschwingt. Die beiden Elben lächelten sich zu. Plötzlich meinte Martius, eine süße kleine Melodie zu vernehmen. Sie erklang aus einer der oberen Nischen. Der Goldschmied stieß den Bogenmeister an und reckte sich, um in den Winkel blicken zu können. Emdoras hielt den Glühstein in die Höhe, der den Hohlraum nun mit goldenem Licht ausleuchtete. Dort lag auf einem mit Decken gestaltenden Lager ein Bündel, ganz still.

»Das Kind«, entfuhr es Martius.

Die beiden Elben gingen bedächtig zu dem in ein graues Wolltuch eingeschlagenen Etwas, das ein klein wenig mehr als einen halben Schritt maß. Martius hockte sich hin, ergriff mit drei Fingern einen Tuchzipfel und zog ihn zur Seite. Da lugten zwei glänzende graue Augen in einem zerknitterten Gesichtchen hervor, die ihn groß anblickten. Siedeheiß durchfuhr es ihm. Es war, als ob die Fremde ihn ansähe.

»Ein Säugling!«, entschlüpfte es ihm nicht gerade geistreich.

»Ist es ein Waldelb?«, fragte Emdoras.

Martius zog die Decke, die wie eine Kapuze das Köpfchen umschloss, weiter herunter. Kleine spitz zulaufende Ohren lugten hervor.

»Auf jeden Fall ein Elb«, bestätigte der Goldschmied. Er zeigte auf den roten Flaum, der wie blutige Flocken auf dem Schädel spross. »Aber kein Waldelb. Unser Volk hatte nie rote Haare.«

»Also von der blutrothaarigen Elbin? Warum legte sie es in die Höhle?«

Martius zuckte mit den Achseln. »Vielleicht ein Bastard?«

»Möglich. Solange es kein Wechselbalg ist«, überlegte Emdoras.

Der Goldschmied wich zurück. »Dann sollten wir es hier liegen lassen und es seinem Schicksal ausliefern!« Er sprang auf die Füße.

»Martius. Es ist doch noch so klein und bedarf unserer Hilfe.«

»Aber es wird größer und vielleicht gefährlich.« Seine Stimme hörte sich kratzig an. »Seine Mutter ist eine Hexe!«, stieß er hervor.

»Sie rettete unser Leben, mein guter Martius.«

»Aber warum? Überleg doch mal. Sie benutzt uns. Sie will, dass wir ihr Dämonenbalg aufziehen. Nur deshalb half sie uns gegen die Warge.« Er wollte sich zum Gehen umwenden, als er im Tuch etwas glitzern sah. Von der Neugierde eines Goldschmieds getrieben, bückte er sich, um es aus der Decke zu ziehen. Dabei tat er so, als ob er doch nach dem Kind sähe.

Emdoras redete unbeirrt auf Martius ein: »Sei nicht so verbohrt. Sie hat uns gerettet. Punkt. Vielleicht, weil sie uns würdig empfindet, ihr Kind aufzuziehen. Auch gut. Das sind wir wohl. Und ich als Sprecher unseres Dorfes möchte Milde und Barmherzigkeit walten lassen. Ich werde bestimmt nicht zulassen, dass ein hilfloses Geschöpf in einer Wolfshöhle verdurstet oder erfriert.«

Martius hatte inzwischen das glitzernde Etwas vorsichtig mit seinen Fingerspitzen berührt. Sofort durchfuhr es ihn warm und ein Feuer wurde in ihm entfacht. Das Kind sah ihn unverwandt mit diesen riesigen Augen an. Er beugte sich über das Balg, um die Sicht auf das Glitzerding zu versperren. Aber Emdoras war viel zu sehr damit beschäftigt, ihn zu überzeugen.

»Sieh, wie friedlich es ist. Es ist doch noch so klein.«

»Hm!«, brummte der Goldschmied völlig versunken in den Kristall, der einen besonderen Schliff besaß und wie der rote Anhänger der Elbin in tausend Facetten von Klarheit leuchtete. Auch er war ein Meisterwerk. Es schien, als sei ein warmes Licht in ihm gefangen. So wunderbar. Diesen Stein und diesen Zauber wollte er besitzen und sein Geheimnis ergründen. Die Rothaarige musste eine wahre Meisterin sein oder eine Diebin. Rasch schob er den Stein zurück in die Decke, tief genug, damit er nicht herausfallen konnte.

Emdoras fuhr in seinem Redeschwall fort: »Wir werden aus dem Kind einen guten Elben machen. Wenn etwas Böses in ihm stecken sollte, wird unsere Erziehung dafür sorgen, dass es aus ihm herausgetrieben wird. Waldelben sollten dazu in der Lage sein.«

»Hmmm!«, machte Martius nur und hob den Säugling an. »Dann sollten wir es schnell mitnehmen, damit es versorgt wird und nicht doch noch Schaden nimmt.«

Emdoras sah den Goldschmied erstaunt an. »Das ist aber ein rascher Sinneswandel.«

»Du hast überzeugende Worte gesprochen.«

Der Bogenmeister klopfte ihm vorsichtig die Schulter. »Vielleicht ist dieses Kind für dich und Auralia bestimmt. Um euch über den Verlust Moiras hinwegzutrösten.«

»Das glaube ich kaum«, entgegnete Martius. »Aber vielleicht lenkt es Auralia ab, sich um das Balg zu kümmern. Du hast recht, wir können das Kind unserer Retterin schlecht verhungern lassen.«

Emdoras strahlte. »Du wirst es auf den Weg der Tugend führen. Dafür bist du genau der Richtige.«

 

Martius brachte das Findelkind nach Hause. Er bewohnte mit Auralia ein schmuckes Leichthaus am Rande des Dorfes. Das runde Häuschen mit einem Durchmesser von zehn Schritt stand auf einem ovalen Grundblatt von ungefähr dreißig Schritt Länge und fünfzehn Schritt Breite. Das Gebäude mit den tropfenförmigen Fenstern befand sich in unmittelbarer Nähe des Stammes und war von einem verwahrlosten Grundstück umgeben. Verwelkte und verwilderte Pflanzen wucherten über Zäune, die schon lange auf einen Anstrich warteten. Zu Moiras Lebzeiten war es ein bunter Garten gewesen, indem es blühte und summte, da Auralia Blumen liebte. Als er mit dem Bündel im Arm durch die mit goldenen Ornamenten verzierte Tür trat, fand er seine Gefährtin am Tisch sitzend vor. Sie hatte den Kopf schwer auf die Hände gestützt und starrte die polierte Tischplatte an. Auch als er sie ansprach, rührte sie sich nicht. Auralia schien durch den Angriff der Warge und die vielen Toten geschockt zu sein. Wusste sie denn überhaupt, dass er lebte? Er trat ganz nah an sie heran und ihm fiel auf, dass kein Geruch an ihr haftete. Noch nicht einmal der betörende Duft der Parkanlage oder des Waldes. Martius umfasste das Elbenkind mit der rechten Hand, während er seine Linke auf Auralias Schulter legte. »Ich bin da!«, flüsterte er. Doch sie blieb in ihrer Starre. »Auralia!«, rief er nun lauter. »Ich lebe und habe uns etwas mitgebracht!« Er befreite das Kind von den Decken und setzte es vor Auralia auf den Tisch ab. Doch die hob noch nicht einmal den Kopf. Das kleine Elbenmädchen, das mit großen Augen von dem Elb zur Elbin sah, strampelte mit den Beinchen, dabei verrutschte das Tuch und offenbarte den Kristall, der golden und warm aufleuchtete. Das Kind juchzte und auch Martius spürte eine wohlige Welle, die ihn beseelte. Ein Zittern ging durch Auralias graziösen Körper. Noch mit geschlossenen Lidern drehte sie den Kopf zu Seite, lauschte dem Glucksen des Kindes und lächelte zart. Fasziniert betrachtete Martius, wie der goldene Schein die klassischen Züge seiner Gefährtin milde, schöner und begehrenswert werden ließ. Mit Verwunderung stellte er fest, dass ihn ihr Gesicht an das Antlitz der Fremden erinnerte. Angezogen von dem Anblick beugte er sich zu ihr hinunter und gab ihr einen Kuss auf die Schläfe, den die Elbin mit einem Seufzer quittierte. Nun nahm er den Geruch von Jasmin und wilden Rosen wahr. Das musste der Stein sein. Er blickte zu dem Kristall. Kleine Händchen patschten nach ihm. Rasch langte er nach dem Edelstein, um dem Elbenkind zuvor zu kommen und steckte ihn in sein Wams. Das winzige Mädchen verzog das Gesicht und begann zu weinen. Auralia hob ihren Kopf und blickte zu dem schluchzenden Kind, das ihr die Ärmchen entgegenstreckte.

»Och, mein Kleines«, flüsterte die Elbin, nahm das Bündel auf den Arm und wiegte den Säugling.

Martius beobachte, dass Auralias Gesicht den mütterlichen Zug bekam, den er so vermisst hatte.

Versonnen sagte sie: »Sie hat Haare wie Feuer. Wo hast du sie her?«

»Ich habe sie in einem Wolfsbau gefunden.«

Erbost sprach Auralia: »Welch herzloses Wesen hat sie dort ausgesetzt?«

Ob der harschen Worte weinte das Elbenmädchen noch lauter.

»Och oh je!« Die Elbin herzte das Kind. »Ein Findling also«, sagte sie lächelnd.

»Sie braucht einen Namen«, befand Martius.

»Einen Namen, ja!« Auralia hielt das strampelnde Mädchen auf Armeslänge von sich. »In der alten Sprache der Altvorderen heißt der Findling ›Den‹ und das Feuer ›Ray‹. Sie soll Rayden heißen«, befand sie.

»Rayden!« Der Goldschmied schmeckte den Klang des Namens nach. »Wie schön!«

»Hallo Rayden!«, sang Auralia mit ihrer klaren Stimme. Das Elbenmädchen verharrte in der Bewegung und hörte auf zu weinen. Dann lächelte sie ihre Zieheltern an.

»Rayden scheint ihr zu gefallen«, meinte Martius.

»Kleine Rayden. Sei ohne Sorgen. Bei uns ist ein Bett frei. Wir werden uns um dich kümmern.« Dann wandte die Elbin sich an Martius. »Das Kind braucht etwas zu trinken. Bitte besorg Ziegenmilch.«

Leseprobe 2. Kapitel

2. Die Fremde mit den roten Haaren

»Sie kommen direkt auf uns zu«, meldete Martius.

Emdoras, der die Befehlsgewalt über die Wächtergruppe besaß, befahl leise: »Bögen fertigmachen!«

Fließend wie in einer Bewegung zogen die acht Elben Pfeile aus den Köchern, nockten sie in die Sehne und hielten die Bögen zum Spannen leicht schräg.

»Anlegen!«

Die Elben ankerten zeitgleich, indem sie den Pfeilschaft zum Kinn zogen. Martius, mit der Schusshand am Wangenknochen, starrte in die Büsche, die dicht wie in einem Urwald waren. Es war gespenstisch still, nicht einmal die Vögel zwitscherten. Das Belfern der Warge, das vor Kurzem zu vernehmen gewesen war, blieb auch aus. Der blonde Waldelb konnte sie nicht erkennen. Hatte er sich getäuscht? Er hätte schwören können, sie noch vor wenigen Momenten erspäht zu haben. So hielt er den Bogen eisern wie die acht Kameraden gespannt und wartete auf den Schießbefehl des Bogenmeisters Emdoras. Ein sanftes Rascheln, das einen weiten Halbkreis um die Elbengruppe zog und daraufhin in ihrem Rücken verschwand. Ein einzelner Warg? Martius wurde es heiß. Unwahrscheinlich, die feige Brut trat in Rudeln auf. Doch was immer da geraschelt hatte, er konnte es nicht mehr ausmachen. Martius schielte zu Emdoras, aber der Bogenmeister schien es nicht bemerkt zu haben oder ihm keine Bedeutung beizumessen. Vielleicht war es nur ein Reh, das das Weite suchte, beruhigte er sich. Dennoch blieb er aufmerksam und konzentrierte sich auf die Umgebung, um den Stinkepelzen eins drauf zu brennen. Der Waldelb, der sonst herrliche Schmuckstücke und Glühsteine schuf, gierte danach, sie zu töten. Besonders seit jener Nacht, als ein Rudel, gebildet aus versprengten Halbstarken, sein Dorf Sylva angegriffen hatte. Dürr wie Holzleitern hatte der Hunger die Raubtiere in das Waldelbengebiet Sylvana getrieben, das im Herzen von Dion lag. Für Nichteingeweihte war es nahezu unmöglich, zu den Waldelben zu gelangen. Sylvana war wie eine Legende. Man hatte von dem Gebiet gehört, aber es war in keiner Landkarte verzeichnet und niemand kannte einen Bewohner des geheimnisvollen Landes. Der Silberwald hatte geschützte Grenzen, auf denen ein Bann lag. Doch darauf verließen sich die Waldelben nicht allein. Bogenschützen bewachten von hohen Felsen den Bannring oder von Mammutbäumen das Land jenseits des Silberflusses, der den Westteil einkesselte.

Und dennoch war es den Wargen nun zum zweiten Mal gelungen, nach Sylva vorzudringen. Damals zerfleischten die Bestien seine Tochter Moira, die er genauso glühend vermisste, wie er die Mörder hasste. Einen Warg zu erlegen, war nicht einfach. Man musste sein böses Herz exakt treffen und hoffen, dass die magischen Tiere nicht imstande waren, es durch einen schwarzen Zauber zu schützen. Einen solchen verdorbenen Zauber vermochten die Pfeile, die Martius in seinen ruhelosen Nächten entwickelt hatten, zu brechen. Doch sie waren aufwendig herzustellen und das Material schwer zu beschaffen. So trug der Goldschmied allein drei dieser Pfeile bei sich. Ungeduldig wartete Martius, dass sie sich endlich blicken ließen. Sein Puls rauschte in den Ohren. Die Begierde, die Bestien zu Strecke zu bringen, ertrug er kaum. Er nagte an seiner Unterlippe. Wohlmöglich hatten sie die Wächtergruppe gewittert und einen anderen Weg genommen. Sie fürchteten offenbar die Rache der Elben. Die Unruhe ließ seine Hände zittern. In diesem nervösen Zustand würde er keinen Mammutbaumstamm treffen, geschweige das Herz eines Warges. Er atmete lautlos ein und aus und versuchte so, seinen Puls herunterzubringen, um jederzeit einen gezielten Schuss abgeben zu können.

Plötzlich spürte er es. Das Prickeln auf seiner Haut. Magie. Er stöhnte, das konnte er nicht verhindern. Sofort handelte er sich einen bösen Blick des Bogenmeisters ein. Er beneidete Emdoras, dessen Tochter Bruna den Wargangriff überlebt hatte. Sie war zwar seitdem entstellt, da ein Warg ihr ins Gesicht gebissen hatte, doch sie lebte. Der Bogenmeister sah es dennoch als Unglück, denn nur eine vollkommene Elbin konnte erwählt werden, als Schwangere das Haus eines Ahnen zu werden und damit der Stolz der Familie. Erneut hörte Martius ein Rascheln in seinem Rücken. Gegen den Befehl drehte er sich um und sah im Gebüsch zwei rote Augen aufglühen. Sofort suchte er den Blick von Emdoras und gab ihm mit einem Nicken nach hinten zu verstehen, dass der Feind dort auf sie lauerte. Der Bogenmeister schloss kurz die Lider als Zeichen, dass er verstanden hatte. Martius tippte seine Nebenmänner an und signalisierte, dass sie sich umdrehen sollten, um die anderen Elben davon in Kenntnis zu setzen. Lautlos wandten sich bis auf zwei Bogenschützen alle um und wollten erneut ihre Pfeile ausrichten, als die Warge aus der Stille brachen. Fünf ponygroße, zottelige Warge mit handlangen Fängen sprangen zwischen die überrumpelten Elben. Martius’ Nebenmänner wurden sogleich umgerissen. Riesige Mäuler verbissen sich augenblicklich in ihren Kehlen und rissen sie mit einem Ruck heraus. Auch diese Exemplare schienen ausgehungert zu sein, denn gierig soffen sie das Blut und zerrten, ohne sich um die Umgebung zu kümmern, Fleischstücke aus den Elbenkörpern und schlangen sie in einem herunter. Martius blendete die Schreie und das Knurren aus. Er spannte nach, ankerte kurz den Wargpfeil, das Ziel über dem Pfeil genau ins Auge gefasst, hielt den Atem an, zielte und traf mitten ins Herz des linken Wargs. Das Tier war so überrascht, dass es starb, ohne einen Laut von sich zu geben. Der Warg, der sich rechts an einem Wächter festgefressen hatte, hob den Kopf. Seine glühend roten Augen fixierten Martius, der unbeirrt den nächsten Pfeil aus dem Köcher zog. Der Boden bebte unter ihm, denn drei weitere Warge stürzten aus dem Gebüsch und griffen eine Dreiergruppe Elben an. Martius’ linker Fuß kam ins Rutschen. Die Erde war inzwischen aufgewühlt und durch das vergossene Blut glitschig. Mit einem Sprung nach hinten verhinderte er den Sturz. Der Warg, der ihn genau beobachtete, grollte und kam einen weiteren Schritt auf ihn zu. Er musste ihn erlegen, bevor die Bestie ihre Chance nutzte. Martius besann sich, blendete den Kampfeslärm aus und wich beim Anlegen und Spannen einen Schritt zurück. Da spürte er schon den Stamm einer imposanten Eiche in seinem Rücken. Der Warg grollte erneut, dabei kniff er die Augen zusammen und reckte die klobige Schnauze in die Höhe. Dem Goldschmied kam es so vor, als ob dieser Warg es auf ihn abgesehen hätte. Die Bestie schien es zu genießen, den Angriff hinauszuzögern. Es lief ein erwartungsvolles Zittern durch den mächtigen Körper, die Muskeln spannten sich unter dem grauen, struppigen Fell. Martius erkannte, dass sich der Warg zum Sprung bereit machte. Die Hand, mit der er den Pfeil in der Sehne zog, berührte sein Kinn. Tröstlich. Noch einmal ausatmen, befahl er sich. Nicht mehr atmen. Das Ziel fest im Auge. Die Zeit schien still zu stehen, der Lärm um ihn herum war unwirklich gedämpft. Aus den Augenwinkeln nahm er wahr, wie die Warge mörderisch um sich schnappten. Die Elben, die keinen Platz mehr zum Spannen der Bögen hatten, fassten die Pfeile wie Dolche und stachen nach den Monstern. Für Moira, dachte Martius. Und als der Warg sich endlich zum gewaltigen Sprung abstieß, ließ er den Pfeil fahren, beobachtete fasziniert den Flug und landete selbst unsanft auf der Erde, als der fliegende Warg ihn umriss. Er stöhnte laut, das Gewicht des gewaltigen Tieres presste die Luft aus seinen Lungen. Den Bogen mit beiden Händen breit gefasst, versuchte er mit aller Kraft, die Schnauze des Wargs, die wild um sich schnappte, von seinem Gesicht fernzuhalten. Dennoch nahm er wahr, wie seine Muskeln anschwollen und zitterten. Ein Schweißtropfen perlte über seine Stirn. Ein sicheres Zeichen, dass er die Kraft verlor, die sonst dafür sorgte, dass Elben niemals schwitzten. Der Warg strampelte, fand mit den Pranken auf Martius’ Bauch Halt und drückte sich ab. Der Waldelb ächzte, als die Klauen in seinen Magen fuhren. Doch ahnte er die nun folgende Bewegung, riss seinen Kopf zur Seite und spürte, wie die Kiefer ins Leere schlugen. Der Warg streckte die vier Beine von sich und kam wie ein nasser Sack zu liegen. Martius horchte erstarrt, doch das Biest gab keinen Laut von sich. Verzweifelt schnappte der Elb nach Luft. Das Vieh war schwer und stank nach Verwesung, aber es bewegte sich nicht mehr. Bleiern hing es auf dem Bogen, den Martius nach wie vor ächzend mit ausgestreckten Armen hielt. Seine Handgelenke brannten vor Schmerz. Langsam drehte er den Kopf und starrte auf die lange Schnauze, aus der die blaue Zunge heraushing. Die Augen des Monsters waren dunkel und gebrochen. Nun war der Goldschmied sicher, dass der Warg tot war. Derweil nahm er die Kampfgeräusche wieder wahr, sie schienen sich verlagert zu haben und nicht mehr in seiner unmittelbaren Nähe zu sein. Wo steckten bloß seine Kampfgefährten? Eben noch waren sie dicht um ihn gewesen. Der Geruch des Sterbens hing in der Luft. Verzweifelt versuchte er, den Kopf zu heben. An dem klobigen Schädel des toten Wargs konnte er nicht vorbeisehen. Von hier unten sah er nur grün, braun und das Schwarzrot der Blutlachen. Seine Arme waren inzwischen lahm. Ein wenig ließ er sie sinken, um den Kadaver mit Schwung zur Seite zu rollen. Doch er bewegte sich nicht. Martius versuchte es ächzend erneut, aber das Monster narrte ihn noch im Tod und hielt ihn gefangen, unter sich begraben. Tränen der Anstrengung und der Wut liefen dem Waldelb über die Wangen. »Du, du Mörder«, brüllte er und versuchte, sich unter dem stinkenden Kadaver freizustrampeln. Doch auch das half nichts, er blieb wie am Boden festgenagelt. Erschöpft ließ er die Arme fallen, sodass der Wargkopf auf ihn niedersank. Angewidert drückte er rasch sein Gesicht zur Seite und presste es in den modrigen Waldboden. Hilflos hörte Martius, wie erneut Warge aus dem Dickicht brachen. Sie scherten sich nicht um den Elb und den toten Artgenossen, sondern sprangen einfach über sie hinweg, dorthin wo Geschrei und Gebell wüteten. Befriedigt hörte Martius heraus, dass die Warge kein leichtes Spiel hatten. Erleichtert konnte er Stimmen erkennen, die den Bogenmeistern anderer Wächtereinheiten gehörten. Martius hielt es für möglich, dass das Belfern der Warge bis zu dem nur wenige hundert Schritt entfernten Dorf gedrungen war. Die Waldelben waren ein umsichtiges Volk, das hoch oben auf den Mammutbäumen wohnte, um die Umgebung immer im Blick zu behalten. Der Ausguck im Wipfel des Mammutmars, dem höchsten und prächtigsten Wohnbaum, war stets durch einen Wächter besetzt. Er schloss die Lider und sah förmlich vor seinem inneren Auge, wie die Elbenwächter das Wargrudel umringten und sie mit langen Speeren in die Enge trieben, damit sie von den Bogenschützen abgeschossen werden konnten. Ein leises Knacken ließ ihn zusammenzucken und die Lider hochreißen. Zwei Wildlederstiefel mit Fransen erschienen in seinem Gesichtsfeld. Sie reichten bis zu den schlanken Knien. Die Besitzerin der Stiefel hockte sich hin und beugte sich grinsend zu ihm herunter. Er sah in ein fremdes Antlitz einer Schönheit, edel wie eine Göttin. Die vollen Lippen, die er noch eben als hämisches Grinsen fehlgedeutet hatte, formten sich zu einem bezaubernden Lächeln, das sein Herz höherschlagen ließ. Dunkelrotes, glänzendes Haar wellte sich leicht über die Schultern und reichte ihr bis zur Hüfte. Als sie ihn ansprach, verstand er sie zunächst nicht, da ihre Stimme ihn bezauberte. Sie sprach, doch es klang schöner als eines der bewegenden Lieder von Moira. Nach einer Weile drangen ihre Worte in sein Bewusstsein.

»Der Warg scheint schwer zu sein, mein Herr.«

Martius konnte nur leicht nicken und kam sich wie ein Narr vor. Sie beugte sich noch etwas tiefer und gab so den Blick auf eine Halskette mit einem roten Schmuckwerk, das zwischen ihren Brustansätzen baumelte, frei. So einen Stein, der meisterhaft in tausend Facetten funkelte, hatte er noch nie gesehen. Keine Meisterhand konnte einem Edelstein einen solchen Schliff verpassen. Sie schien seinen Blick zu bemerken, denn sie griff augenblicklich nach dem Kleinod. Martius hatte den Eindruck, dass das faustgroße Schmuckstück einen betörenden Duft verströmte, den er kannte. Wenn Moira lange durch den Elbengarten gestreift war und beim Üben ihrer Lieder die Blumen mit ihren Händen berührt hatte, hatte ihre Haut genau diesen Duft angenommen.

Das konnte nicht sein. Das bildete er sich ein. Die Sehnsucht nach seiner Tochter war einfach zu groß.

Er schloss die Lider und stöhnte.

»Wartet, mein Herr. Ich befreie Euch von der Last.« Tatsächlich zerrte sie den Warg von ihm herunter, als wäre er ein zartes Reh. Sie reichte ihm die Hände, um ihm aufzuhelfen. Als ihre Finger seine Haut berührten, spürte er es prickeln. Sie ist magisch, dachte er voller Schrecken. Magie galt als verdorben. Doch wie sonst sollte sie das Monster von ihm herunterbewegt haben? Sie setzte es für etwas Gutes ein. War die Magie dann nicht ebenso gut?

Als er stand, bemerkte er, dass die Elbin mindestens ein Kopf kleiner als die Elbenfrauen war, die er kannte. »Wer seid Ihr, meine Holde?«, fragte er.

Sie lächelte und zwang ihn, in ihre riesigen, grauen Augen zu schauen. Er lächelte zurück und empfand sich leicht und unbeschwert wie schon lange nicht mehr. In diesem Augenblick fühlte er sich ihr nahe, das war beglückend. Da waren nur sie und er. Keine Warge, keine tobende Meute und tote Freunde, keine Moira, keine Sehnsucht oder Trauer. Er spürte, wie er sie liebte.

Dann sang sie ihm ein Lied und zeigte ihm Visionen von einem gemeinsamen Kind, das gar nicht weit von hier in einem Wolfsbau auf Martius wartete. Da gewahrte er, wie in seinem Herzen Sehnsucht nach seinem Kind einzog, obwohl die Überbleibsel seines Verstandes ihm zuraunten: Du hast kein Kind gezeugt. Nicht mit ihr.

»Versprich mir, dass sie es guthaben wird«, flehte sie.

»Wir könnten sie gemeinsam großziehen, Geliebte.« Denn das war sie für ihn. In diesem Moment.

»Nein, leider ist das nicht möglich.«

»Warum nicht?«

Auf einmal spürte er, wie ihn schwarze Schatten umgaben. »Martius, wo bist du?«, hörte er Emdoras rufen.

»Versprich es mir!«, dröhnte die Fremde, die die Worte mit einem Donnern in ihrer Stimme ausstieß. Nun wirkte sie mehr wie eine Rachegöttin, schön und grausam.

Martius duckte sich und stotterte: »Ich verspreche es dir!«

Plötzlich spürte er eine Hand auf seiner Schulter, erschrocken drehte er sich um und sah in das Gesicht seines Bogenmeisters. »Martius, alles gut. Ich bin es!«

Der Waldelb schüttelte sich. »Hast du mich erschreckt!«

»Das tut mir leid. Bist du verletzt?«

»Glaube nicht. Wie sieht es aus?«

»Die Warge sind tot oder geflohen.«

»Tapfere Sylvani!«

»Auch, aber wir hatten Hilfe. Ohne eine fremde Elbin wären wir verloren gewesen. Sie hatte rotes Haar. Ein solches Rot habe ich noch nie auf einem Elbenkopf gesehen. Es hatte die Farbe dunklen Blutes.« Er schüttelte den Kopf, wohl, weil ihn dieses Detail so verwunderte, dann schilderte er weiter: »Sie ließ einen Feuerregen auf das Rudel niederprasseln, die Warge gingen in Flammen auf, jaulten und heulten. Hast du es nicht gehört?«

»Nein, meinst du diese Elbin?« Doch als Martius sich zu seiner Geliebten umwandte, war sie verschwunden. Der Waldelb starrte verständnislos ins Nichts.

»Martius, da ist niemand.«

»Sie war aber hier. Der Warg, siehst du den Warg dort, der lag auf mir und sie hat ihn von mir genommen, als wäre es nichts. Diese zarte Schönheit.«

»Dann war es bestimmt die bluthaarige Elbin.«

»Ja, sie trug solches Haar«, bestätigte Martius versonnen.

»Sie ist offenbar eine Zauberin«, stellte Emdoras fest.

»Hexe, meinst du wohl«, stieß der Goldschmied aus, dem bewusst wurde, dass sie ihm etwas vorgegaukelt hatte. Bei aller Verwunderung überkam ihn Scham. Er hatte in Gedanken gesündigt. Den Waldelben war nur reine Liebe gestattet, die ausschließlich mit der einen Erwählten, der sie das Ewige Versprechen gegeben hatten, körperlich ausgelebt werden durfte. Aber nur so lange, bis der Leib mit einem Kind gesegnet war. Dann war es ihnen nicht mehr erlaubt, sich auf diese Weise zu nähern. Jedes erwählte Paar durfte nur so viele Kinder bekommen, wie Geister der Ahnen auf ein neues Zuhause warteten. So war es Martius selbst nach dem Tod Moiras nicht mehr gestattet, sich mit seiner Gefährtin Auralia zu vereinen. Doch bis zu diesem Augenblick hatte er es nicht vermisst. Die Zeugung von Moira mit der spröden Elbin war verkrampft und mühselig gewesen.

Emdoras sprach mitten in seinen inneren Disput. »Wenn, dann eine gute Hexe. Sie hat uns gerettet. Die Warge waren hoffnungslos in der Überzahl. Es müssen weit über hundert gewesen sein, die den Pfeilen und Speeren unserer tapferen Leute widerstanden. Der Angriff hat viele Opfer gekostet.«

»Wie viele?«

»Von meiner Gruppe haben nur wir überlebt.«

Martius stieß einen Seufzer aus. »Arker und Rexto habe ich fallen sehen.«

Emdoras fasste den Goldschmied am Arm und sah ihn an. »Diese mörderische Brut. Dreißig weitere tapfere Elben haben sie gerissen. So viele Leben!«

»Was ist mit Auralia?«

»Sie ist in Sicherheit!«

»Töteten sie Elbinnen oder Kinder aus dem Dorf?«

»Nein, DEM EINEN sei Dank. Nein. Diesmal nicht!«

Martius sah durch den Bogenmeister hindurch. Zwei Jahre war es nun her, dass ein junges Wargrudel ihr Dorf überfallen hatte. Bis dahin hatten sich die Waldelben sicher gefühlt. Sie lebten in prächtigen Leichthäusern, gebaut aus magischem Eischbeholz auf den riesigen Blättern der Mammutbäume. Dem Himmel so nah fühlten sie sich unangreifbar. Die Grundblätter waren zum Teil durch Brücken und Wendelwege miteinander verbunden. Nur die Parkanlage mit dem Brunnen war auf dem Erdboden angesiedelt. Und dort hatte sich seine Tochter Moira mit einigen anderen Elbenkindern zu Musik und Tanz getroffen. Die Elbenmädchen hatten sich an den Händen gehalten und den Kaskadenbrunnen umringt, während Elbenknaben Harfe und Flöte dazu spielten und Moira sang. Sie hatte die schönste Stimme gehabt, die man sich vorstellen konnte. Die Lider geschlossen, fühlte sie der Melodie nach und schuf immer wieder neu ein Kunstwerk. Sie hatte ein großes Talent, das das ihrer Mutter, der berühmten Sängerin Auralia, übertraf. Als die Warge durchbrachen, veranstalteten sie einen Höllenlärm – so konnten die meisten fliehen. Doch Moira war gefangen gewesen in ihrem Lied und so zum ersten Opfer geworden. Auralia musste mit ansehen, wie die Bestie ihr hilfloses Kind ansprang und ihr mit einem Biss die goldene Kehle herausriss. Sie war sofort tot gewesen. Noch einige Opfer waren zu beklagen, denn drei Wargen gelang es, die Leitern und Wendelwege nach oben zu erklimmen. Die anderen starben im Pfeilhagel der Elben.

Plötzlich spürte Martius den festen Griff von Emdoras, der ihn hielt. Jetzt erst merkte er, dass die schmerzliche Erinnerung ihn schwanken ließ.

»Komm und hilf, die Verletzten zu versorgen«, ordnete der Bogenmeister an.

Geistesabwesend nickte Martius. Dann schoss ihm plötzlich ein Gedanke durch den Kopf. »Ist die blutrothaarige Elbin dabei?«

Emdoras schüttelte den Kopf: »Nein, sie ist weder unter den Toten noch unter den Verletzten. Sie ist spurlos verschwunden.«

Als Martius nichts dazu sagte, setzte der Bogenmeister hinzu: »Gern würde auch ich mich bei ihr bedanken. Sie hat viele Leben gerettet.«

»Warum sie wohl verschwunden ist? Wir hätten sie doch gern gefeiert«, sinnierte der Goldschmied, dessen Gefühle verwirrend waren. Jedes Mal, wenn er an die fremde Elbin dachte, sehnte er sich nach ihr. Auch wenn es nicht sein konnte und durfte, musste er sich eingestehen, dass er in heißer Liebe zu ihr entflammt war.

»Besonders Auralia muss der Fremden dankbar sein, dass sie dich nicht unter dem Warg sterben lassen hat.«

Bei dem Namen seiner Gefährtin zuckte Martius schuldbewusst zusammen. Auralia war eine Schönheit, berühmt und edel. Er konnte sich glücklich schätzen, ausgewählt worden zu sein, um mit ihr ein Kind großzuziehen. Sie war eine liebevolle Mutter gewesen und hatte es verdient, dass er ihr treu zur Seite stand, um mit ihr gemeinsam über den Verlust ihrer Tochter hinwegzukommen. Warum verglich er sie mit einer dahergelaufenen Fremden, die in ihm Tagträume hervorlockte? Sie musste doch eine Hexe sein, die ihn verführt und ihm falsche Gefühle vorgegaukelt hatte. Offenbar eine Meisterin, wenn er nicht mehr wusste, was er fühlte. Denn bei aller Täuschung war ihm bewusst, dass er sie noch immer liebte und sich qualvoll nach ihr sehnte. Plötzlich erinnerte er sich an sein Versprechen und sagte: »Ich muss zum alten Wolfsbau.«

»Was willst du da?«

»Die fremde Elbin hat …, ähm, ich fürchte, sie hat uns etwas hinterlassen. Bitte, lass uns nachsehen!«

 

Leseprobe: 1. Kapitel aus Feuerzorn

1. Wargin

Apeiron (Sekundäre Dimension), Eisenland

Im Jahr 520 des Götterlosen Zeitalters

Königreich Dion, Sylvana, oder auch das entrückte Gebiet der Waldelben ins Legendenreich, mitten im Silberwald

Die blutrote Wargin taumelte. Ihre Pfoten bluteten. Das struppige Fell klebte an dem dürren Körper. Das Hecheln verschaffte ihr keine Abkühlung. Geschwächt nahm sie die Baumstämme und Büsche, durch die sie stolperte, nur verschwommen wahr. Wenn sie doch einen Augenblick verschnaufen könnte. In der Ferne hörte sie das aufgeregte Belfern der wilden Warge, die sie jagten. Sie und den Welpen. Es gab für sie kein Verharren. Sie war erschöpft, musste aber dennoch weiter. Fort von dem alten Wolfsbau. Die Horde weglocken von dem kleinen Schatz, den sie in der Höhle verborgen hatte. Dafür tat sie alles. Jeder Muskel in dem klobigen Körper biss, die Knochen schrien und sie fürchtete, sie könnten bersten. »Reiß dich zusammen!«, feuerte sie sich an. Es musste ihr gelingen, das Kind zu retten. Ihre Gedanken kreisten um ihr Mädchen, das sie zurückgelassen hatte. Wenige Wochen alt, nackt, in Tücher gewickelt, lag das Kind mutterseelenallein in der Höhle. Die Wargin hoffte, dass sie in der Hetze gut gewählt hatte. Dieser ehemalige Wolfsbau stank so sehr nach altem Wolf, dass der Geruch den des Elbenkindes übertünchte. Inbrünstig, wenn auch nur aus Gewohnheit, betete sie zu Arthemis, dem Gott der Erde und der Jagd, dass die Warge sie nicht zu wittern vermochten. Mit Wehmut erinnerte sie sich an das letzte Lächeln, das die zarten Lippen zustande gebracht hatten. Es war nur für sie bestimmt gewesen, doch in dieser Gestalt besaß sie keinen Mund, um das Mädchen zu küssen oder es mit einem Schlaflied zu besänftigen. Und selbst für diesen letzten Augenblick wagte sie es nicht, sich zu verwandeln. Es brauchte einfach zu viel Zeit und Kraft. So blieben nur die Zauber, die sie gewoben hatte, um Amruila zu beruhigen und in den Schlaf zu wiegen.

Sie zwang ihre müden Läufe, sich zu heben und zu senken. Es verlangte ihr viel Konzentration ab. Nur mit Mühe fing sie sich, als sie über die Wurzeln strauchelte. Die Warge kamen näher. Sie hoffte, der Zauber würde stark und verlockend genug sein, dass die Waldelben das Kind fänden, bevor es verdurstete oder erfror. »Amruila«, flüsterte sie mit ihrem Herzen. »Pass gut auf dich und dein Feuer auf!« Sie spürte auf der Haut, wie der Abstand sich gefährlich verringerte. Mit letzter Kraft setzte sie sich in einen wackeligen Trab, um die knappe Distanz zu den nahenden magischen Raubtieren wenigstens zu halten. Wenn sie doch kurz rasten könnte, um ins Zaubergewebe zu greifen und Kraft abzuzweigen. Sie fühlte sich leer und ausgezehrt. Der Warg, in dem sie wohnte, forderte seinen Tribut und ebenso die Tausende Meilen, die sie zurückgelegt hatte. An der geheimen Grenze zu Sylvana hatte ihr dieses Rudel Warge aufgelauert, das sich nicht abschütteln ließ. Es war ihr gelungen, einen gehörigen Vorsprung herauszuarbeiten, als sie ihr Ziel Sylva, das Dorf im Gebiet der Waldelben, das man den Legenden zuschrieb, erreicht hatte. Die Winde flüsterten, dass dort ein gesegneter Goldschmied lebte. Ihn hatte sie erwählt. Er sollte es sein, der Amruila großziehen würde und bei dem sie in die Lehre gehen konnte. Wenigstens für eine gute Basis. Den Köder für den Goldschmied hatte sie ausgelegt. Das müsste ihn binden. Doch es hatte ihr viel an Kraft abverlangt, neben dem Kristall auch noch die Zauber in diese dunkle Höhle zu weben. Sie dachte an die grauen Augen, die sie in der Finsternis auf sich gespürt hatte, als sie das Kind in Decken gewickelt in eine Nische legte. Sie umgab den Säugling mit der mütterlichen Aura. Der Kristall sollte ihm darüber hinaus Licht, Wärme und Zuversicht schenken. Es tat weh, das eigene Fleisch und Blut zurückzulassen, doch es gab keine andere Möglichkeit. Die Wargin fühlte sich uralt und wusste, dass sie bald sterben würde. Die Magie ihres Volkes brannte nur noch mit einer dünnen Flamme in ihr. Das Zauberschmieden und die Wargerei verzehrten sie. Doch als sie die Höhle verließ, holte die Horde auf. Erneut hörte sie das Belfern der Verfolger. Ihr Kopf hämmerte, dass es sie schmerzte und sie kaum einen klaren Gedanken fassen konnte. Schwache Schatten von Magie griffen nach ihr. Sie musste fort und versuchte einen leichten Galopp. Jede Bewegung strengte sie an. Die Warge kläfften im Jagdrausch. Sie wussten, dass sie und der vermeintliche Welpe, den sie zwischen den Zähnen bis hierher geschleppt hatte, etwas anderes als gewöhnliche Warge waren. Sie ließen sich nicht täuschen und rochen das Feurige, das an der blutroten Wargin klebte und das die Raubtiere hassten. Feuer war das Einzige, was die ponygroßen Tiere mit grausamer Blutgier fürchteten. Sie zwang sich, das Tempo zu steigern. Nicht, dass sie dem Tod anheimfiel, ängstigte sie, sondern dass diese Monster den letzten Nachkommen des Halbgottes Amruil fressen könnten und mit ihr die letzte Erbin über das Vermögen zum Zauberschmieden vertilgten. Sie hoffte, dass es Amruila ohne Anleitung und Kenntnisse der Feuerelben lernen würde. Das alte Wissen der Seelen, die in der kleinen Elbin lebten, musste von ihr erkannt und mit Magie erfüllt werden. Die Wargin trachtete danach, dass das Kind überlebte und selbst Kinder bekam, damit die Erben Amruils nicht ausstarben. Von Weitem hörte sie Stimmen. Elbische Stimmen. Womöglich waren es die Wächter, die bemerkt hatten, dass ein Rudel Warge in ihr heiliges Sylvana eingedrungen war. Augenblicklich änderte sie den Kurs und hielt auf die Wargjäger zu. Hoffentlich war unter diesen Elben der Goldschmied. Sie würde ihn an dem Geruch, der ihm anhaftete, erkennen. Im vollen Galopp rannte sie, beflügelt durch die Nähe ihres Ziels. Sie erlaubte sich, zu hoffen. Entweder verfolgten die Warge sie und kämen so vor die schussbereiten Bögen oder sie erkannten die Falle und nahmen einen anderen Weg. Hauptsache möglichst weit weg von der Höhle! »Großer Arthemis, beschütze mein Kind«, betete sie zu dem Gott der Erde, der Eisenland wie alle anderen Götter verlassen hatte.

Elben

 

Die Zauberschmiedin ist ein Elbenepos.

Die wichtigsten Helden im ersten Teil „Feuerzorn“ sind Elben.

Meine kundige Elbin
Meine kundige Elbin

Die Welt der Elben

Die Reihe spielt auf Eisenland. Eine Erdplatte, die von dem Wal Ape getragen und mit Luft versorgt wird. Apeiron, die unbegrenzte Welt, in der Eisenland wie ein einzelner Kontinent von einem Urmeer umgeben ist, ist die Sekundäre Dimension die parallel zu unserer Dimension existiert.

Völker auf Eisenland

Auf Eisenland leben viele Völker. Die von DEM EINEN geschaffene Wesen wie Elben, Zwerge, Menschen, Kobolde, Gnome und die Wesen, die der gefallene Gott Bael aus den Seelen und Blut der Geschöpfe mit Magie und Qual kreiert hat wie z.B. Marrovals, Orks und Bilwisse.

 

Elbin und Menschen bei Orks Zuhause,
Elbin und Menschen bei Orks Zuhause

Wer sich an andere Welten und besonders an Tolkiens Universum erinnert fühlt, dem sei gesagt, das ist kein Zufall. Natürlich ist der Überbau und die Grundpfeiler des Kosmos meiner Geschichten von Sagen, Mythologien und Fantasy inspiriert.

Die Elben

Elben gehören zu den ältesten, weisesten und klügsten Lebewesen von Eisenland. Gleich welcher Rasse sind sie groß gewachsen, bis auf die kleineren Feuerelben meist um die zwei Meter, schlank, feingliedrig, blass, edel und einfach zu schön. Unsterblich sind sie zudem. Sie besitzen unendlich viel Energie, die sie immun gegen Krankheiten werden lässt. Doch können Hunger und ein tückisches Laubfieber ihnen diese Energie rauben und sie altern und sterben lassen. Ebenso können sie ihr Leben durch Gewalt wie durch Gift oder ein Schwerthieb verlieren. Die Elben glauben aber, dass ein heldenhafter Elb wiedergeboren wird und ihre Seele, in den Leib einer ausgewählten Elbin fährt und dort bis zur Geburt, die sehr menschlich anmutet, geboren wird. Die Energie bleibt wie bei dem Energieerhaltungssatz auf Eisenland.

Die Entwicklungsstadien der Elben

Die Entwicklung von Elbenkinder dauert dreimal so lange wie bei uns Menschen. Die jungen Elben werden mit ungefähr fünfundvierzig Jahren am Tag der Jugend in den Kreis der erwachsenen Elben aufgenommen. Das entspricht so ungefähr unserer Jugendweihe, Firmung oder Konfirmation. Wenn die Phase der Kindheit und Jugend vorbei ist, dann kommen drei Entwicklungsstufen:

Die Zeit des jungen Elben, des mächtigen Elben und des weisen Elben.
Stadien der Elben Funktion der Elben Morphologische Erscheinung in Menschenjahren
Phase der Kindheit und Jugend Faktor x 3
Phase der Jugend beendet mit Tag der Jugend zwischen 45 und 50 was ungefähr dem morphologischen Alter eines Menschen von 15-17 entspricht
Junge Elben meist Krieger, Jäger, Wächter

Auserwählte bekommen Kinder

von 20 bis 35 Jahren
Mächtigen Elben erfahrene Handwerker, Künstler, Sprecher, Politiker von 36 bis 50 Jahren
Weisen Elben Berater, Lehrer über 50… aber auch ein weiser Elb mit vielen Zeitaltern auf dem Buckel sieht halt aus wie ein knackiger Mittsechziger, sorry.

Diese Stufen – bis auf Kindheit- und Jugendstadium (ca.50 Jahren) – dauern hunderte oder sogar tausende von Jahren und gehen abrupt in die nächste Entwicklungsphase über. Von welchen Faktoren der Wechsel abhängt, ist noch nicht erforscht. Manche haben den Eindruck, das Schlaf, gesundes Essen und etwas Glück und Liebe selbst den privilegierten Elben zu einer längeren Entwicklungsphase verhelfen. Die meisten Elben befinden sich im Stadium der jungen Elben (60%). Mächtige Elben machen ungefähr 35% aus und die weisen Elben und die Kinder und Jugendlichen teilen sich die restlichen 5%. Die Anzahl der Seelen bleibt, seitdem die Schöpfung aller Elbenvölker abgeschlossen ist, konstant. Da sich besonders die Menschen stark vermehren, verringert sich der Anteil aller Elben bezogen auf die Gesamtbevölkerung von ganz Eisenland nur auf wenige Prozente.

Fertigkeiten der Elben

Alle Elben sind überaus ausdauernd, können unendlich weit laufen und besitzen viel Kraft. Wenn ihnen ihre Energie aber entzogen wird, beginnen sie sehr menschlich zu schwitzen.

Da ihnen ihre überlegenen Fähigkeiten gegenüber anderen Völkern bewusst ist, neigen Elben zu Arroganz, Selbstgerechtigkeit und Eitelkeiten. Da sie so lange leben, entwickeln sie ihr Handwerk bis zur vollkommenen Meisterschaft. Sie lieben ihre Hochkultur und pflegen Künste wie Singen, Schauspielen, Tanz, Malerei aber auch ihre Sprache.

Elbin aus Hdro ... hier vor Bruchtal. Da ich seit 8 Jahren als kundige Elbin unterwegs bin, kenne ich mich mit Elben ganz gut aus.
Elbin aus HdRO. Stets auf Heldenreise auf der Suche nach Questen. Hier auf dem Weg nach Bruchtal. Da ich seit acht Jahren als kundige Elbin unterwegs bin, kenne ich mich mit Elben ganz gut aus.

Elbenvölker auf Eisenland

  • das älteste  Volk: Lichtelben. Sie kommen aus Lukien
  • das machtvollste Volk: Feuerelben. – Sie  entstammen aus Silbrarillia (Westmark)
  • das größte Volk: Ostelben aus den Ostelbenlanden
  • das legendäre Volk: Waldelben aus Sylvana, das legendäre Reich in Dion
  • Seeelben und  Hohe Elben, beides Völker aus der Westmark,

Seelben leben an der Westküste und Hohe Elben sind meist Gelehrte oder Studenten der Universität Silbramagica in Silbrarillia, ehemals die irdische Stadt der Götter.

(Mehr über die Elben aus dem Zauberschmiedin-Kosmos demnächst hier)

 

Elben in Feuerzorn

Elben fluchen wie Zwerge?

Die Zauberschmiedin ist eine Elbin. Sie wird von Waldelben, die in dem Legendenreich Sylvana leben, aufgezogen. Das Findelkind unterscheidet sich stark von ihrem Ziehvolk.

Rayka kann fluchen wie ein Zwergenkrieger oder ein menschlicher Bierkutscher. Das entsetzt das feine Elbenvolk immer wieder aufs Neue, deren holde Sprache zu durchgeistigt und nicht dazu vorgesehen ist. Darüber hinaus ist sie kleiner und dafür robuster als gleichaltrige Elbenkinder, deren Entwicklung im Vergleich zu Menschenkinder dreimal so lang dauert. Ihre Haut ist derber und olivfarben, während die Waldelben eine Alabasterhaut aufweisen.

Und diese Haare

Rot wie altes Blut
Rot wie altes Blut

Das Findelkind trägt blutrotes Haar und ihre Regenbogenhaut verfärbt sich zu schwarzem Feuer, wenn sie wütend wird. Waldelben hingegen behalten immer ihre Contenance, und niemals wurde von Elben mit rotem Haar berichtet.

Der Zauberschmiedins Herkunft

Die Herkunft der Zauberschmiedin ist geheimnisvoll bis skandalös. Gerüchte erzählen von einer Hexe, die alle verführt und ihren Willen aufzwingt. Andere von einer Heldin, deren Feuerzauber blutrünstige Warge in die Flucht geschlagen hätten und so das Leben vieler rettete. Manch einer wollte eine Wargin mit blutrotem Fell mit einem Bündel zwischen den messerscharfen Fängen gesehen haben. Ein schreiendes Bündel mit blutrotem Flaum.  Ob der Findling zu den Feuerelben gehörte? Unmöglich: Das alte Volk, das auf den Halbgott Amruil zurückgeht, ist schon seit langem ausgestorben.

Heldin, Hexe, Verführerin, Dämon, Gestaltwechsler?
Heldin, Hexe, Verführerin, Dämon, Gestaltwechsler?

Zu welchem Elbenvolk gehört das Findelkind?

Im Eisenland leben neben den Waldelben noch die Seeelben, Ostelben, Hohe Elben und die Lichtelben. Rayka meinte mal im Scherz, wenn niemand Lichtelben gesehen hätte, wäre sie vielleicht eine. Diese Bemerkung führte zur allgemeinen Erheiterung, da Lichtelben eine einzigartige Schöpfung der Göttin Lukia sind. Durchgeistigt, rein und beseelt durch das Sternenlicht der Göttin leben sie schon seit Anfang aller Zeitalter. Uralt, mächtig und nahezu vollkommen haben sie so gar nichts mit der ungestümen Rayka gemein.

Unter dem Auge der Göttin: Geburtstätte der Lichtelben, Quelle des Sternenlichts
Unter dem Auge der Göttin: Geburtstätte der Lichtelben, Quelle des Sternenlichts

Elben sind keine niedlichen Elfen

Feuerzorns Elben gehen auf Tolkiens Elben zurück. Es sind keine kleinen, lieblichen Elfen, sondern unsterbliche, menschenähnliche Wesen, die aber uns an Schönheit, Größe, Kraft und Weisheit bei Weitem überragen.  Je nach Volk sind die Elben in der Welt des Feuerzorns unterschiedlich alt, weise, edel und schön. Jedes Volk hat seine besondere Geschichte, Stärken und Kultur. Im Fokus des ersten Bandes Feuerzorn stehen die Waldelben. Elben

Holunder – der magische Strauch von Frau Holle

Magische Pflanze?

Für mich ist der Holunder allein deshalb schon magisch, weil er, nachdem ich mir einen Holunderbusch gewünscht habe,  sich einfach in meinen Garten gepflanzt hat. Zwischen den hohen Tannen habe ich ihn entdeckt. Es erinnert mich an den märchenhaften Satz: „Als das Wünschen noch geholfen hatte…“ Das Plusquamperfekt irritiert mich jedoch und lässt mich aufbegehren. Warum geholfen hatte? Wünschen hilft! Da bin ich mir sicher.

Noch klein, aber mein. Der Holunderbusch unter der Tanne.
Noch klein, aber mein. Der Holunderbusch unter der Tanne.

Wie kein Wunder?

Jetzt wird der ein oder andere Pflanzenkenner anmerken, dass der Holunder eine anspruchslose Pflanze ist, beim Nachbarn auf der anderen Seite des Zauns auch einer steht und überhaupt aus der Eifler Vegetation nicht wegzudenken sei. Und daher kein Wunder, dass bei mir nun ebenso einer steht. Mag sein. Aber das will ich jetzt nicht hören.

wunderschöne Holunderblüte- ein Wunder!
wunderschöne Holunderblüte- ein Wunder!

Warum wünsche ich mir denn einen Holunder?

Außergewöhnlich ist er nicht gerade. Man findet ihn in ganz Europa an Waldrändern, denn er wächst auf den kargsten Böden und erfreut uns doch mit einem üppigen und raschen Wachstum. Anspruchslos ist in meinem Garten nicht verkehrt, aber so vernünftig dachte ich gar nicht. Eine Schönheit ist er in vielen Augen auch nicht. Doch ich mag dieses bizarre Aussehen, diese krummen Äste mit der morsch anmutenden Rinde. Im Winter könnte er glatt als ein knorriger Ent oder ein anderes hageres, greises Wesen durchgehen.

Experiment Elfenkönig

Faszinierend finde ich den Gedanken,  dass ich den Elfenkönig und sein Gefolge sehen könnte, wenn ich mich bei Sonnenuntergang in der Mittsommernacht unter meinen Holunderbaum setze. Mittsommer war am 24.Juni,  knapp vorbei, also muss dieses Experiment  bis nächstes Jahr warten.

Mythologie

In der Mythologie war der Holunderbusch der Lieblingsbaum der germanischen Göttin Holla, die uns in Grimms Märchen als Frau Holle vorgesetzt wird, die inzwischen als Hausgeist Holla ihr Dasein fristet. Wahrlich keine Karriere für eine Göttin. Deren Namen  den gleichen Ursprung wie die Worte ,,hold“ oder ,,Huld“ hat.

Die Göttin Holla wurde von den Germanen sowohl als Muttergöttin, Mutter Erde, strahlendes Himmelslicht und als weise Frau sehr verehrt. Sie war den Menschen freundlich gesinnt, half ihnen und heilte sie. In der Volksheilkunde kann man den Holunder gegen oder für alles verwenden. Hippokrates (460 v.Chr.) beschreibt die Pflanze schon als abführend und harntreibend.

In dem Artikel : Holla – große Muttergöttin Holla ist zu lesen:

„Holla wohnt als Hel, die Erdgöttin, im Inneren des Berges, in Höhlen. Brunnen, Teiche und Quellen führen zu ihrem Reich in die Unterwelt. An diesen heiligen Stätten wurde die Göttin verehrt und gefeiert. Wasser aus diesen Quellen beseitigte die Unfruchtbarkeit und später wurden die Babys hier „abgeholt“. Wer zu ihr in den Brunnen stieg, wurde gesund und glücklich.

Sagen

Einige Sagen berichten davon, wie Frau Holle in der Gestalt der Muhme Mählen die Seelen der Menschen prüft: Als alte und hilflose Frau bittet sie um Nahrung und Obdach. Diejenigen, die ihr helfen, werden reich belohnt. Wenn Menschen aber aus Geiz diese Hilfe ablehnen, werden sie bestraft.

Frau Holle gilt nach anderen Sagen als Bringerin der Kinder bzw. führt die Seelen der ungetauft gestorbenen Kinder mit sich.

Frau Holle gilt ferner als Schirmherrin der Spinnerinnen und Weber.

Weiterhin gilt Frau Holle als Herrscherin über die Schätze des Erdinnern.

Zur Zeit der Raunächte soll sie zur Erdoberfläche aufgestiegen sein, um nachzusehen, wer das Jahr über fleißig oder wer faul war.  (diese Liste entnommen aus: https://de.wikipedia.org/wiki/Frau_Holle )

Märchen

In dem Märchen von den Grimms wird sie als Herrscherin über die Jahreszeiten gezeigt. Sie lässt es schneien, wenn sie die Kissen ausschüttelt. Goldmarie, die Fleißige, wird mit Gold überschüttet. Pechmarie, die Faule, eben mit Pech. Das Urmärchen bedeutete wohl eher, dass das zweite Mädchen noch nicht so weit wahr, um sich der Göttin anzuvertrauen und mit der Natur im Einklang zu leben. Die Brüder Grimm sind eben Kinder der Biedermannzeit und rasch mit dem moralischen Zeigefinger zur Hand. (liegt ja auch Nahe) Was sich wohl im Märchen widerspiegelt, ist der Göttin Liebe zu Brunnen und Quellen. Denn wollte ein Sterblicher zu ihr gelangen, muss er durch den Brunnen, so kam auch die Goldmarie in die Anderswelt der Frau Holle.

Wie verkam  die Göttin zu einem Hausgeist?

Durch das Christentum: Den Menschen war es nun verboten, unter Holunderbäumen zu beten. Die christliche Kirche schaffte es raffiniert, die alten Feiertage mit den neuen zu verbinden und so den alten durch den neuen Glauben zu ersetzen.  So wurde aus der weisen Lichtgöttin eine gefährliche Spukgestalt. Als böse Frau soll sie Menschen die Bäuche aufgeschnitten und Steine reingelegt haben. Das nenn ich aber mal Verleumdung. Der Ruf der guten Holla ist ruiniert. Dass sie als „Hola- die Waldfee“ auf manchem Holunderprickel prangt, macht die Sache für sie, meines Erachtens, nicht besser.

Es gibt einige Rezepte mit Holunder                                                         (diese Auswahl habe ich gefunden unter  Rezepte

Holunderlimonade

  • Den Saft von 2 Zitronen
  • mit einer halben Tasse Wasser und
  • einem gehäuften Eßlöffel Zucker verrühren.
  • Holunderblüten kopfüber dazugeben und über Nacht ziehen lassen.
  • Am nächsten Tag  durch ein Sieb gießen und
  • mit einer Flasche Mineralwasser auffüllen.

Holunderlikör

  • 1/4 Liter gekochter Holunderbeersaft
  • 1 Tasse frische Beeren
  •  2 Eßlöffel Zucker
  • 1 Liter Zwetschgenwasser.
  • Saft mit Zucker und Gewürzen verrühren
  • mit den Beeren in eine weithalsige Flasche füllen
  •  mit dem Zwetschgenwasser übergießen.
  • Verschlossen an einem warmen Ort 6 Wochen ziehen lassen.
  • Abseihen, in Flaschen füllen.

Holundersekt

  • 10 Dolden Holunderblüten
  • 3 Naturzitronen in Scheiben
  • ½ Kilo Zucker
  • ca. 5 Liter Wasser.

Alle Zutaten werden in ein großes Gefäß, einen Steintopf oder ähnliches gegeben, zugedeckt und 48 Stunden stehen gelassen. Wenn es leicht schäumt, wird abgeseiht und der Sekt in Flaschen gefüllt, am besten mit Bügelverschluß. Nach ca. 10 Tagen Reifungszeit dürfte der Sekt fertig sein.

weiterer Link: Heilkräuter

Magischer Ort: Irreler Wasserfälle

Magisches

Eine tosende Naturerscheinung
Eine tosende Naturerscheinung

Warum sind die Wasserfälle ein magischer Ort?

Sagen, Legenden oder Märchen über die Irreler Wasserfälle wie bei der nahe gelegenen Teufelsschlucht habe ich nicht gefunden. Dennoch hat die Natur etwas Magisches und hält ein paar zauberhafte Details parat.  Die Ufer der Prüm könnte ich mir gut als Schauplatz für dramatische oder auch romantische Szenen vorstellen.

Ufer 1

Ob die Nazgul uns finden?
Ob die Nazgul uns finden?

Entstehungsgeschichte

Die Irreler Wasserfälle nennen sich aber nur so,  in Wahrheit sind es Stromschnellen.

Ohrenbetäubend ...die Stromschnellen
Ohrenbetäubend …die Stromschnellen

Ein Naturereignis in der Südeifel. Entstanden sind sie durch einen Felssturz in der letzten Eiszeit. Das ist schon eine Weile her, knapp 20 000 Jahre. Da staute sich die Prüm  durch die herabgestürzten Felsmassen aus Luxemburger Sandstein.  So bildete sich ein natürlicher Stausee, der durch nachströmende Wassermassen überlief.  Die riesigen, mitgeführten Felsbrocken bildeten dann später die eindrucksvollen Stromschnellen.

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Heißer Trip zum kühlen Naturschauspiel

Es war einmal ein heißer Sonnentag im Mai. Da machten wir, mein Mann  und ich, uns auf, die Naturerscheinung „Wasserfälle“ zu erkunden. Ein Fahrt durch die wundervolle Landschaft der Eifel macht die Anfahrt schon zu einem Vergnügen. Bis wir in Irrel ankamen und versuchten, die Wasserfälle zu finden. Denn der kleine Ort lag unter einer Staubwolke einer monströsen Baustelle. Doch bald entdeckten wir ein kleines Hinweisschild und kämpften uns durch die stinkenden Hürden der Zivilisation. Wenige später hatten wir es geschafft. Die Irreler Wasserfälle.

Ein Besucherparkplatz war in unmittelbarer Nähe, sodass wir bequem die paar hundert Meter laufen konnten. Von Weitem hörten wir schon das Tosen der Stromschnellen.  Ein gepflasterte Weg führt zu einer Holzbrücke, doch wir kamen schon bald vom Weg ab, verführt von den Felsen, die uns zum Klettern einluden.

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Dort kann man seine Fantasie freien Lauf lassen. Einen Steintroll hatten wir gesichtet.

Ein Steintroll...bitte ganz freundlich und lächeln
Ein Steintroll…bitte ganz freundlich und lächeln

Mitten im tosenden Wasser schien eine hilflose Elfe gestrandet und ein kleines Seeungeheuer, das sich doch als Ast entpuppte, tauchte immer wieder aus den Fluten.

Touristisches

Die Irreler Wasserfälle gehören zu den touristischen Anziehungspunkten des Naturparks Südeifel.  Sie sind durch Wanderwege gut erschlossen. Eine Holzbrücke überquert die Stromschnellen.

Unsere Expedition

Es ist schon erstaunlich, wie die Prüm, die sonst geruhsam vor sich hinfließt, dort tost und sich einen Weg durch bemooste Felsen bahnt. Baumstämme liegen teilweise quer.  Da die Brücke für uns gesperrt war, durch die man die Teufelsschlucht erreichen kann, sind wir einen kleinen Pfad gefolgt. Dazu mussten wir über kleine Felsgruppen klettern.

Glatte Felsen
Glatte Felsen

Der Weg führte immer am Ufer entlang. Der Fluss hatte sich inzwischen beruhigt und floss geruhsamer an uns vorbei.

 

kann auch leise...Expedition Prümufer
kann auch leise…Expedition Prümufer

 

 

 

 

Die Atmosphäre hatte etwas Urwüchsiges und eben Magisches.

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Niemand außer uns war dort. Wie ein kleiner Dschungel mit zwitschernden Vögel, ohne störenden Geräusche von Auto oder Menschen. Herrlich! Und dann haben wir ihn gefunden. Den Waldgeist. 20160509_141743

Ehrfürchtig betrachteten wir sein Antlitz, das dort in Stein vor uns lag. In dem Moment beschloss ich, den vagen Gedanken, ein fantastischen Webblog ins Leben zu rufen, auch umzusetzen und u.a. von solchen Erlebnissen zu berichten.

 

 

Irgendwann ist jedes Abenteuer zu ende und wir kletterten zurück. Später sind wir noch zur Teufelsschlucht, einer begehbaren Felsspalte, die ungefähr 2 km entfernt lag, gefahren. Auch ein magisch lohnendes Ziel. Davon werde ich zu einem späteren Zeitpunkt berichten.

Weitere Links:

https://www.eifel.de/go/sehenswertes-detail/irreler_wasserfaelle.html

http://www.traumsteige.com/teufelsschlucht-und-irreler-wasserfalle-teufelspfad-13/

https://de.wikipedia.org/wiki/Irreler_Wasserf%C3%A4lle

http://www.eifel-wanderungen.de/wanderung.html?welche=25

https://wandernbonn.de/2012/08/22/teufelsschlucht-und-irreler-wasserfaelle-im-naturpark-suedeifel/