3. Kapitel

3. Das Wolfsbaukind

Der alte Wolfsbau schien verlassen zu sein, denn er war von Gestrüpp und Dornen zugewuchert. Mit Dolchen schnitten sie sich den Weg frei, dennoch mussten sie suchen, bis sie einen Eingang fanden.

Als sie die Höhle betraten, umfing sie Schwärze. Kein Spalt ließ Licht hindurch. Emdoras stieß sich schimpfend den Kopf. »Ich sehe nichts. Und wie niedrig es hier ist. Hier passt doch kein Elb durch.«

»Es ist ja auch eine Wolfshöhle. Komm!« Martius übernahm die Führung.

Gebückt tasteten sie sich vorwärts. Der Goldschmied spürte leichte Magie auf seiner Haut prickeln. Ihn erfasste sofort eine Erregung und er dachte an die glänzenden grauen Augen der fremden Elbin, die ihn in ihren Bann geschlagen hatten. Mit Mühe unterdrückte er ein Keuchen. Er wünschte sich, sie wäre anstelle des Bogenmeisters bei ihm. Und kaum hatte sich der Wunsch an die Oberfläche seines Bewusstseins gekämpft, sah er sie auch schon vor sich. Nackt. Ihren weißen, vollkommenen Körper mit den kleinen, festen Brüsten und rotem Flaum an der Scham. Überwältigt riss er sich in seiner Illusion die Kleider vom Leib, warf sie achtlos auf den Boden und stürzte sich auf die Elbin. Seine Lippen suchten gierig ihren Mund. Er erschauderte vor Lust, verdrängte gekonnt die Erkenntnis, dass er in einem Tagtraum gefangen war. Die Finsternis schützte ihn davor, sich einzugestehen, dass er bekleidet neben Emdoras stand und sich nicht nackt auf dem feuchten Boden mit der aufregenden Elbin wälzte. Hitze jagte durch seinen Körper.

»Hast du keinen deiner Leuchtsteine dabei?«, fragte Emdoras. »In der Dunkelheit weiterzugehen, halte ich nicht für sinnvoll.«

Martius schüttelte den Kopf.

»Du musst schon was sagen«, forderte ihn der Bogenmeister auf.

Martius berührte in diesem Moment sanft die Brüste der Schönheit und stöhnte vor Lust auf.

»Ist dir nicht gut? Bist du verletzt? Ich bringe dich nach Hause. Das war eine dumme Idee, nach einer Hinterlassenschaft zu suchen. Hier war seit Jahren niemand mehr.«

»Doch, ich muss!«, ächzte Martius. Für einen Moment riss er sich von der Fremden los, die in seinem Kopf herumspukte. »In meiner Werkstatt sind Leuchtsteine. Kannst du sie holen? Du wärst in einer guten Viertelstunde zurück. Ich muss mich hinsetzen und etwas ausruhen.«

»Hier? Nein, ich bring dich besser raus.« Emdoras griff nach Martius Arm, dessen Körper so empfindlich war, dass er vor Erregung keuchte. Der Bogenmeister deutete es offenbar fehl und meinte: »Du musst große Schmerzen haben. Setz dich und ruh dich aus. Ich bin gleich zurück mit einem deiner Leuchtsteine.« Er tätschelte vorsichtig Martius’ Schulter. Dann war der Goldschmied endlich allein. Zuerst nahm er das Patschen der suchenden Hände auf den Höhlenwänden wahr, die sich immer weiter entfernten, bis ein erleichtertes Seufzen zu hören war. Emdoras war draußen. Bald verklang das Rascheln der forteilenden Schritte. Nachdem sich Martius sicher war, dass Emdoras einige Zeit nicht zurückkehren würde, ließ er es zu, dass Zähne ihn spielerisch ins Ohrläppchen zwickten und eine lockende Stimme an seinem Ohr flüsterte: »Er ist fort. Mach weiter. Du hast eben so wunderbar meine Brüste gestreichelt!«

Zu gern folgte der Waldelb und wunderte sich, wie samtig und fest ihre Haut sich anfühlte. Furchtbar laut stöhnte sie, sodass er befürchtete, Emdoras könne sie hören und zurückkommen. Sanft legte er seine Hand auf ihre Lippen. Sie erwischte einen seiner Finger, biss hinein, steckte ihn sich in den Mund und begann, daran zu saugen, sodass heiße Wellen durch seinen Körper jagten und der steil aufgerichtete Penis an seinen Bauch schlug. Sehnsucht quälte ihn, so gern würde er sich in sie versenken. Er beobachtete, wie sie genüsslich die Augen schloss, dabei war es finster in der Höhle. Wie konnte ein Tagtraum so real sein? Doch er war in ihm gefangen, konnte sich nicht daraus befreien. Er wollte es auch gar nicht, sondern gierte nach diesem verlockenden Körper. Berauscht vor Lust bedeckte er ihren Hals mit leichten Küssen, arbeitete sich tiefer, bis er ihre rechte Brustwarze fand, an der er heftig saugte. Sie bebte unter seinen streichelnden Händen und seinem fordernden Mund. Dann ließ er von ihr ab, umrundete sie rasch und begab sich hinter sie. Sie drückte ihm ihren runden Po entgegen, tastete mit der rechten Hand nach seinem harten Penis und führte ihn in ihre Weiblichkeit ein, während die linke seine Schenkel umschlang. Er fuhr ihr leicht mit einem Finger über den Bauch und arbeitete sich so zu ihren Brüsten, um die harten Brustwarzen zu liebkosen. Er genoss ihr Stöhnen, das zu lustvollen Schreien erwuchs. Doch als er sich an ihren Brüsten festkrallen wollte, fasste er plötzlich ins Leere. Im nächsten Moment fand er sich auf den Boden liegend wieder. Sein Samen ergoss sich unnütz in seine Beinkleider. Er heulte auf vor Enttäuschung. Wo war sie hin? Martius fühlte sich betrogen. Warum tat sie ihm das an? Langsam kam er zu Atem und dachte voller Scham darüber nach, wie er darauf kam, sich zu paaren wie die Warge? Das war ja widerlich.

Nie zuvor war er so erregt gewesen und hatte die Kontrolle über sich verloren. Nie zuvor. Außer vielleicht im Kampfesrausch war er wie im Wahn gewesen. Sie musste eine Hexe sein, die ihn verrückt machte und verdorben hatte. Er musste raus hier, bevor die Magie seinen Geist noch vollends verwirrte und er ernsthaft Schaden nahm. Dann hörte er plötzlich ein Wimmern, tiefer in der Höhle. Mein Kind!, durchfuhr es ihn. Aber es war ihr Kind, er hatte nur in Gedanken Unzucht mit ihr getrieben. Bei aller Magie, daraus konnte kein Elb entstehen. Ich will es nicht!, wollte er schreien und ließ es doch. Als er Richtung Höhlenausgang stolperte, hörte er Emdoras rufen und der Lichtschein des Glühsteins war am Höhleneingang auszumachen. Rasch richtete Martius seine Kleidung, nahm Haltung an und wartete, dass der Bogenmeister zu ihm kam.

»Na, alles in Ordnung?«, fragte Emdoras besorgt, als er in das blasse Gesicht des Goldschmieds sah, das der Glühstein beleuchtete.

Dieser nickte nur benommen. Der Liebesrausch war verflogen und es blieb bei aller Intensität nur Verwirrung und Scham. Dann erklang erneut ein Wimmern.

»Das hört sich an wie ein Kind!«, bemerkte Emdoras. »Ist das die Hinterlassenschaft?«

Martius zuckte mit den Achseln. »Wir sollten nachschauen.«

Der Glühstein erhellte den schmalen Korridor zwischen den schroffen Felswänden dürftig, aber es reichte aus, ihm zu folgen. Nach ungefähr fünfzig Schritten verbreiterte sich der Gang zu einem größeren Hohlraum.

Der zerklüftete Felsen hatte Nischen gebildet. Sie waren teilweise armbreit und hoch, glatt ausgespült durch das Kalkwasser, das seit Jahrtausenden tropfte und die Ausdauer besaß, Stein auszuhöhlen und blank zu schleifen. Martius wunderte sich. Es hätte hier kühl und feucht sein müssen, doch es lag eine Wärme in dieser Kaverne, die angenehm war. Kein Modergeruch war zu spüren. Es duftete nach Sommer, frischem Gras und Blüten. Von dem Goldschmied fiel jede Anspannung, Selbstzweifel und Trauer ab. Er fühlte sich leicht, nahezu beschwingt. Die beiden Elben lächelten sich zu. Plötzlich meinte Martius, eine süße kleine Melodie zu vernehmen. Sie erklang aus einer der oberen Nischen. Der Goldschmied stieß den Bogenmeister an und reckte sich, um in den Winkel blicken zu können. Emdoras hielt den Glühstein in die Höhe, der den Hohlraum nun mit goldenem Licht ausleuchtete. Dort lag auf einem mit Decken gestaltenden Lager ein Bündel, ganz still.

»Das Kind«, entfuhr es Martius.

Die beiden Elben gingen bedächtig zu dem in ein graues Wolltuch eingeschlagenen Etwas, das ein klein wenig mehr als einen halben Schritt maß. Martius hockte sich hin, ergriff mit drei Fingern einen Tuchzipfel und zog ihn zur Seite. Da lugten zwei glänzende graue Augen in einem zerknitterten Gesichtchen hervor, die ihn groß anblickten. Siedeheiß durchfuhr es ihm. Es war, als ob die Fremde ihn ansähe.

»Ein Säugling!«, entschlüpfte es ihm nicht gerade geistreich.

»Ist es ein Waldelb?«, fragte Emdoras.

Martius zog die Decke, die wie eine Kapuze das Köpfchen umschloss, weiter herunter. Kleine spitz zulaufende Ohren lugten hervor.

»Auf jeden Fall ein Elb«, bestätigte der Goldschmied. Er zeigte auf den roten Flaum, der wie blutige Flocken auf dem Schädel spross. »Aber kein Waldelb. Unser Volk hatte nie rote Haare.«

»Also von der blutrothaarigen Elbin? Warum legte sie es in die Höhle?«

Martius zuckte mit den Achseln. »Vielleicht ein Bastard?«

»Möglich. Solange es kein Wechselbalg ist«, überlegte Emdoras.

Der Goldschmied wich zurück. »Dann sollten wir es hier liegen lassen und es seinem Schicksal ausliefern!« Er sprang auf die Füße.

»Martius. Es ist doch noch so klein und bedarf unserer Hilfe.«

»Aber es wird größer und vielleicht gefährlich.« Seine Stimme hörte sich kratzig an. »Seine Mutter ist eine Hexe!«, stieß er hervor.

»Sie rettete unser Leben, mein guter Martius.«

»Aber warum? Überleg doch mal. Sie benutzt uns. Sie will, dass wir ihr Dämonenbalg aufziehen. Nur deshalb half sie uns gegen die Warge.« Er wollte sich zum Gehen umwenden, als er im Tuch etwas glitzern sah. Von der Neugierde eines Goldschmieds getrieben, bückte er sich, um es aus der Decke zu ziehen. Dabei tat er so, als ob er doch nach dem Kind sähe.

Emdoras redete unbeirrt auf Martius ein: »Sei nicht so verbohrt. Sie hat uns gerettet. Punkt. Vielleicht, weil sie uns würdig empfindet, ihr Kind aufzuziehen. Auch gut. Das sind wir wohl. Und ich als Sprecher unseres Dorfes möchte Milde und Barmherzigkeit walten lassen. Ich werde bestimmt nicht zulassen, dass ein hilfloses Geschöpf in einer Wolfshöhle verdurstet oder erfriert.«

Martius hatte inzwischen das glitzernde Etwas vorsichtig mit seinen Fingerspitzen berührt. Sofort durchfuhr es ihn warm und ein Feuer wurde in ihm entfacht. Das Kind sah ihn unverwandt mit diesen riesigen Augen an. Er beugte sich über das Balg, um die Sicht auf das Glitzerding zu versperren. Aber Emdoras war viel zu sehr damit beschäftigt, ihn zu überzeugen.

»Sieh, wie friedlich es ist. Es ist doch noch so klein.«

»Hm!«, brummte der Goldschmied völlig versunken in den Kristall, der einen besonderen Schliff besaß und wie der rote Anhänger der Elbin in tausend Facetten von Klarheit leuchtete. Auch er war ein Meisterwerk. Es schien, als sei ein warmes Licht in ihm gefangen. So wunderbar. Diesen Stein und diesen Zauber wollte er besitzen und sein Geheimnis ergründen. Die Rothaarige musste eine wahre Meisterin sein oder eine Diebin. Rasch schob er den Stein zurück in die Decke, tief genug, damit er nicht herausfallen konnte.

Emdoras fuhr in seinem Redeschwall fort: »Wir werden aus dem Kind einen guten Elben machen. Wenn etwas Böses in ihm stecken sollte, wird unsere Erziehung dafür sorgen, dass es aus ihm herausgetrieben wird. Waldelben sollten dazu in der Lage sein.«

»Hmmm!«, machte Martius nur und hob den Säugling an. »Dann sollten wir es schnell mitnehmen, damit es versorgt wird und nicht doch noch Schaden nimmt.«

Emdoras sah den Goldschmied erstaunt an. »Das ist aber ein rascher Sinneswandel.«

»Du hast überzeugende Worte gesprochen.«

Der Bogenmeister klopfte ihm vorsichtig die Schulter. »Vielleicht ist dieses Kind für dich und Auralia bestimmt. Um euch über den Verlust Moiras hinwegzutrösten.«

»Das glaube ich kaum«, entgegnete Martius. »Aber vielleicht lenkt es Auralia ab, sich um das Balg zu kümmern. Du hast recht, wir können das Kind unserer Retterin schlecht verhungern lassen.«

Emdoras strahlte. »Du wirst es auf den Weg der Tugend führen. Dafür bist du genau der Richtige.«

 

Martius brachte das Findelkind nach Hause. Er bewohnte mit Auralia ein schmuckes Leichthaus am Rande des Dorfes. Das runde Häuschen mit einem Durchmesser von zehn Schritt stand auf einem ovalen Grundblatt von ungefähr dreißig Schritt Länge und fünfzehn Schritt Breite. Das Gebäude mit den tropfenförmigen Fenstern befand sich in unmittelbarer Nähe des Stammes und war von einem verwahrlosten Grundstück umgeben. Verwelkte und verwilderte Pflanzen wucherten über Zäune, die schon lange auf einen Anstrich warteten. Zu Moiras Lebzeiten war es ein bunter Garten gewesen, indem es blühte und summte, da Auralia Blumen liebte. Als er mit dem Bündel im Arm durch die mit goldenen Ornamenten verzierte Tür trat, fand er seine Gefährtin am Tisch sitzend vor. Sie hatte den Kopf schwer auf die Hände gestützt und starrte die polierte Tischplatte an. Auch als er sie ansprach, rührte sie sich nicht. Auralia schien durch den Angriff der Warge und die vielen Toten geschockt zu sein. Wusste sie denn überhaupt, dass er lebte? Er trat ganz nah an sie heran und ihm fiel auf, dass kein Geruch an ihr haftete. Noch nicht einmal der betörende Duft der Parkanlage oder des Waldes. Martius umfasste das Elbenkind mit der rechten Hand, während er seine Linke auf Auralias Schulter legte. »Ich bin da!«, flüsterte er. Doch sie blieb in ihrer Starre. »Auralia!«, rief er nun lauter. »Ich lebe und habe uns etwas mitgebracht!« Er befreite das Kind von den Decken und setzte es vor Auralia auf den Tisch ab. Doch die hob noch nicht einmal den Kopf. Das kleine Elbenmädchen, das mit großen Augen von dem Elb zur Elbin sah, strampelte mit den Beinchen, dabei verrutschte das Tuch und offenbarte den Kristall, der golden und warm aufleuchtete. Das Kind juchzte und auch Martius spürte eine wohlige Welle, die ihn beseelte. Ein Zittern ging durch Auralias graziösen Körper. Noch mit geschlossenen Lidern drehte sie den Kopf zu Seite, lauschte dem Glucksen des Kindes und lächelte zart. Fasziniert betrachtete Martius, wie der goldene Schein die klassischen Züge seiner Gefährtin milde, schöner und begehrenswert werden ließ. Mit Verwunderung stellte er fest, dass ihn ihr Gesicht an das Antlitz der Fremden erinnerte. Angezogen von dem Anblick beugte er sich zu ihr hinunter und gab ihr einen Kuss auf die Schläfe, den die Elbin mit einem Seufzer quittierte. Nun nahm er den Geruch von Jasmin und wilden Rosen wahr. Das musste der Stein sein. Er blickte zu dem Kristall. Kleine Händchen patschten nach ihm. Rasch langte er nach dem Edelstein, um dem Elbenkind zuvor zu kommen und steckte ihn in sein Wams. Das winzige Mädchen verzog das Gesicht und begann zu weinen. Auralia hob ihren Kopf und blickte zu dem schluchzenden Kind, das ihr die Ärmchen entgegenstreckte.

»Och, mein Kleines«, flüsterte die Elbin, nahm das Bündel auf den Arm und wiegte den Säugling.

Martius beobachte, dass Auralias Gesicht den mütterlichen Zug bekam, den er so vermisst hatte.

Versonnen sagte sie: »Sie hat Haare wie Feuer. Wo hast du sie her?«

»Ich habe sie in einem Wolfsbau gefunden.«

Erbost sprach Auralia: »Welch herzloses Wesen hat sie dort ausgesetzt?«

Ob der harschen Worte weinte das Elbenmädchen noch lauter.

»Och oh je!« Die Elbin herzte das Kind. »Ein Findling also«, sagte sie lächelnd.

»Sie braucht einen Namen«, befand Martius.

»Einen Namen, ja!« Auralia hielt das strampelnde Mädchen auf Armeslänge von sich. »In der alten Sprache der Altvorderen heißt der Findling ›Den‹ und das Feuer ›Ray‹. Sie soll Rayden heißen«, befand sie.

»Rayden!« Der Goldschmied schmeckte den Klang des Namens nach. »Wie schön!«

»Hallo Rayden!«, sang Auralia mit ihrer klaren Stimme. Das Elbenmädchen verharrte in der Bewegung und hörte auf zu weinen. Dann lächelte sie ihre Zieheltern an.

»Rayden scheint ihr zu gefallen«, meinte Martius.

»Kleine Rayden. Sei ohne Sorgen. Bei uns ist ein Bett frei. Wir werden uns um dich kümmern.« Dann wandte die Elbin sich an Martius. »Das Kind braucht etwas zu trinken. Bitte besorg Ziegenmilch.«

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