DRACHENSPLITTER als Taschenbuch

 

Bis DRACHENSPLITTER –

Band 4 der High-Fantasy-Reihe Die Zauberschmiedin als Paperback im Handel (Amazon, Thalia, Hugendubel, stationärer Buchhandel) erhältlich ist, kann es noch 1-2 Wochen dauern.

Drachensplitter als Paperback

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Drachensplitter-Leseprobe

 

Band 4 der Reihe DIE ZAUBERSCHMIEDIN

Drachensplitter

Drachensplitter – der 4. Teil von DIE ZAUBERSCHMIEDIN

Prolog

Am Anfang aller Zeiten

 

Am Anfang aller Zeiten war DAS EINE vollkommen auf dem Punkt. Doch ES begehrte mehr und wollte sich verdichten. Nachdem ES sich zwei Aspekte abgerungen hatte, dachte ES finster und schwarz und so gebar ES einen finsteren, schwarzen und mächtigen Gedanken auf dunklen Schwingen. Sein Name war Schwarzschwinge. Aber allzu bald war sich der Drache seiner Macht bewusst und durchkreuzte die Pläne DES EINEN.

ES gestand sich SEINEN Fehler ein und dachte neu. IHM entsprangen zwölf frische, mächtige Gedanken. Götter, die IHM beim Schöpfen der neuen Dimension helfen sollten und dem bösartigen Drachen Einhalt gebieten konnten. Als die Götter Hilfe benötigten, schuf DAS EINE die Albozen. Einhundertvierundvierzig Lichtstreife. Für jeden der zwölf Götter zwölf Diener. Doch als einer der Diener im Feuer des Drachen verging, wusste DAS EINE, was ES zu tun hatte. ES brach Schwarzschwinges Macht und verteilte sie auf die Albozen. Den Drachen aber wies ES dem Feuergott als zwölften Diener zu.

Schwarzschwinge

Im Zeitalter der Götter

Sekundäre Dimension, Apeiron, Eisenland, im hohen Norden des Ewigen Eises

Wo war dieser Drache, wenn man die alte Echse mal brauchte? Bael war außer sich. Früher war er sein Diener gewesen, aber inzwischen sah er sich wohl mehr als der Waffenbruder des Feuergottes. Das machte die Sache nicht einfacher, doch Bael benötigte einen machtvollen Verbündeten mit einem freien Geist. Und Schwarzschwinge zeichnete sich durch diese Eigenschaften aus. Also war Bael in den hohen Norden des Ewigen Eises gereist. Dort hatte er dem Drachen eine imposante Vulkanbergkette zu einem Prachtpalast umbauen lassen. Dabei hatten ihn seine Festungen Dolmork und Baelband inspiriert, die ebenso auf Vulkanen standen. Schwarzschwinge und er teilten die Vorliebe fürs feurige Element. Bael kannte sich gut in den Schächten und Hallen aus. Für diesen Moment hatte er die Form eines Feuerkämpfers gewählt, seine Rüstung bestand aus glimmender Glut, das gab sein Befinden am besten wieder.

»Schwarzschwinge, wo steckst du?«, fauchten seine Flammen.

Eine dürre Gestalt auf zwei Beinen kam mit wiegenden Hüften auf ihn zu. Das musste die Marroval sein, die Bael dem Drachen überlassen hatte. Nachdem er die erste Lichtelbin zu einem Vampirweib verändert hatte, war ihm dieses Experiment noch häufiger geglückt.

Sie blieb in respektvoller Weite stehen, was aber auch an der mörderischen Hitze liegen konnte, die er ausstrahlte, und verbeugte sich so tief, dass ihre Stirn den Boden berührte, während sie mit angenehmer Stimme sprach: »Mein Gebieter, der Große Schwarz von Schwinge empfängt Eure Göttlichkeit in seinen Prunkgemächern!«

Es gefiel Bael, dass sie vor Furcht schwitzte. Sie schien durch den Dienst am Drachen nicht abgehärtet worden zu sein. Er ahnte, dass sie sich noch gut an das Licht der Lukia erinnerte. »Sehnst du dich nach deinem Dasein als Lichtelbin, meine Schöne?«

Sie verharrte in der Haltung. Nach leichtem Zögern sprach sie Richtung Boden: »Nein, Eure Göttlichkeit hat mich veredelt!«

Sie lügt gut, um mir zu gefallen. Auch er fand sie anziehend. Rasch kleidete er sich in das Fleisch eines wohlgefälligen Elben, um sie nicht zu verbrennen, und ging auf sie zu.

»Richte dich auf, damit ich dich besser betrachten kann!«, befahl er.

Groß gewachsen besaß sie noch die Anmut der Lichtelben, ebenso das kristalline Haar war ihr geblieben. Doch die Qual und das Fledermausblut hatten Spuren hinterlassen. Kleine, unnütze Flügelchen entsprangen an ihren Handgelenken und reichten bis zur Schulter, ihre Augen waren schwarz und rund wie bei den blutsaugenden Tieren. Er sah, wie sie seine elbische Witterung aufnahm und sich begierig die Lippen leckte. Obwohl sie wusste, wer er war, verwirrten sie sein Blut und seine Seele, die er vorgab zu besitzen, sobald er diese Gestalt annahm.

»Wie war dein Name?«, fragte er und fasste ihr grob unters Kinn.

Sie seufzte und verdrehte genießerisch die Augen. »Siebzehn!«

Ach ja, er hatte dafür gesorgt, dass die Vampirfrauen ihre Namen, die sie als Lichtelbinnen von seiner Schwester, der Göttin Lukia bekommen hatten, vergaßen, und ihnen stattdessen gesagt, die wievielte Marroval sie nun waren. Das war also Nummer Siebzehn. Sehr gelungen! Später würde er sich mit ihr befassen. »Bevor dich mein Blut und meine Seele um den Verstand bringen, führe mich zu Schwarzschwinge!« Wesentlich besser gelaunt folgte er der Vampirfrau.

 

Als er die riesige Prunkhalle betrat, die auch dem Drachen genug Platz bot, glomm der Zorn erneut auf. Die faule Echse, die bestimmt dreißig Mal so lang war wie ein Elb hoch, rekelte sich auf einem mit Samt bespannten Matratzenlager, statt ihm entgegenzueilen. Schwarzschwinge besaß ein reptilienartiges Aussehen: einen langgestreckten Körper mit keulenstarkem Schwanz, der mit scharfen Zacken verziert war. Seine klauenbewehrten Beine erinnerten an Säulen, die sich aber wie bei einem Krokodil beugten. Seine Schwingen hatten Ähnlichkeit mit den Flügeln einer Fledermaus. Sein Leib war mit einem undurchdringlichen schwarzen Hornpanzer bedeckt.

Leutselig rief Schwarzschwinge: »Bael, mein guter Freund!«

Bael schnaubte und sah sich um. Am liebsten hätte er den Drachen in die Lava gezwungen, bis er verglühte. Doch hatte er den Eindruck, dass Schwarzschwinge inzwischen fast zu alter Macht gefunden hatte. Wie das möglich sein konnte, war ihm ein Rätsel. Der Feuergott gierte nach einem Mittel, seine Macht auszubauen und so mächtig zu sein wie DAS EINE selbst. Um seinen Zorn zu kühlen, betrachtete er die Wände, die nach dem Vorbild seiner Vulkanfestung Dolmork gläsern waren und offenbarten, wie die Lava durch die Schächte rauschte. Das war Baels Erfindung, es war dekorativ und erzeugte ein angenehm heißes Klima.

»Nehmt Platz, mein alter Meister!«

Die Marroval geleitete Bael zu einem gemütlich aussehenden Sessel, in den er sich fallen ließ.

»Siebzehn, bring ihm was zu trinken!«

»Lass das. Ich will nichts trinken!«

»Essen?«

»Es reicht!«, donnerte Bael, so weit die Stimmbänder der Elbengestalt es zuließen. Lohen der Wut züngelten ihm aus den Nasenlöchern. Die Marroval wich ängstlich zurück. Ihre zusammengedrückte Seele, aus der eine Unseele entwachsen war, schrie grell auf. Rasch inhalierte er ihre Qual. Welch ein Labsal.

»Ich wusste, dass dir das mundet!«, sagte der Drache gönnerhaft.

»Und mich beruhigt!«, knurrte Bael, obwohl ihn der seelische Auswurf der Marroval durchaus entspannte.

»Auch das! Was kann ich für dich tun? Du bist bestimmt nicht in den hohen Norden gereist, um die Furcht meiner Marroval einzuatmen oder mich zu besuchen!«

»Wir hatten eine Abmachung!«

»Ich weiß!«

Die Stimme des Drachen hörte sich in Baels Ohren viel zu selbstsicher an. Er fürchtet mich nicht mehr!

»Ich habe alles abgesucht! Ich kann den Odem nicht finden«, beteuerte der Drache.

Bael spürte, wie die Verzweiflung ihn ergriff. »Ohne die Flamme des Lebens kann ich meine Geschöpfe nicht beleben!«

»Du musst mit DEM EINEN sprechen! Deine Ideen sind doch großartig.«

Bael seufzte. »Ich habe es schon vom Anfang aller Zeiten an versucht. DAS EINE sieht keinen Sinn darin! Die Elben seien unsterblich, warum also andere unsterbliche Wesen schaffen, hat ES gesagt!«

»Aber sie können krank werden, im Kampf fallen oder heimtückisch ermordet werden!«, warf Schwarzschwinge ein.

»Eben. Meine Kreaturen wären gegen jede Form des Sterbens gefeit.«

»Vielleicht hat ES doch gar nicht so unrecht. Sieh mal: Die Zwerge sind sehr hart, die halten viel aus. Sie leben auch recht lange. Die Seelen können sich bestimmt verdichten!«, gab der Drache zu bedenken.

»Zwerge? Dieses primitive Volk? Das ist nicht dein Ernst!«, sagte Bael voller Wut.

»Beruhige dich!«, ließ die alte Echse ihre sonore Stimme erklingen.

Die wenigen Silben hatten Ähnlichkeiten mit den lichten Melodien seiner Schwester Lukia. Bael wusste, dass sich Schwarzschwinge das abgeschaut hatte und sehr stolz darauf war, während der Feuergott es hasste. »Lass das!«, herrschte er ihn an.

Der Drache entgegnete: »Ich meine ja nur, dass mir die Schöpfung DES EINEN gar nicht so unvollkommen erscheint!«

»Pah! Letztens hast du das noch anders gesehen!«

»Da hast du mir ein Meer voller Gold versprochen. Aber du scheinst es selbst für deine Experimente zu brauchen!«

»Ja, ich übe mich im Zauberschmiedehandwerk. Aber du lenkst ab. Das hat ja wohl kaum etwas mit meinen Kreaturen zu tun.«

»Stimmt, aber es ärgert mich, wenn du deine Versprechungen nicht einhältst und mir dennoch Vorhaltungen machst, dass ich dir den Odem nicht liefere.«

»Ja, da hast ja recht. Es tut mir leid«, musste Bael widerwillig einräumen. »Aber dass du jetzt die Schöpfung DES EINEN verteidigst, verstehe ich nicht.«

»Sie ist durchdacht. Pass auf: Die Elben leben lange. Sie können viele Erfahrungen machen, um ihre Seele zu verdichten. Die Zwerge halten das meiste aus und die Menschen sind so zahlreich, dass sie in ihrem kurzen Dasein kleine Verdichtungspunkte haben. Was ist daran verkehrt?«, fragte der Drache.

Bael hielt es nicht mehr auf seinem Sitz, rasch erhob er sich und schritt vor dem Riesentier auf und ab. »Ich schaffe Wesen, die nicht krank werden, nicht altern, nicht umgebracht werden können, und so ewig leben. Besser als Menschen, Elben, Zwerge oder Gnome zusammen. So wird die Seele sich bestmöglich verdichten, denn sie sollen dauernd leiden, ohne zu zerbrechen.« Er schaute triumphierend auf seinen Waffenbruder im Kampf gegen die Ignoranz DES EINEN.

Der Drache ließ kleine Wolken aus seinen Nüstern steigen und sagte: »Zugegeben, das hört sich nicht schlecht an!«

»Nicht schlecht!«, brauste Bael auf. »Dann müssen sie sich nicht vermehren. Und diese närrische Liebe, die die Wesen schwachmacht. Was hat sich DAS EINE dabei gedacht?«

Der Drache zischte und schlug mit dem Schwanz. »Wer weiß das schon?«

»Ach. Denk doch mal nach. Es gäbe keine Kriege und Morde aus Eifersucht, keinen Verrat aus Liebe, aus Begehren, aus Leidenschaft. Das alles sollte es nicht geben. Loyalität und Weisheit, das Genießen der Schönheit, was besser funktionierte, wenn man auch Frost und Regen kennen würde.«

»Na ja, das Wetter hast du schon verbessert!«, gab Schwarzschwinge zu.

»Mit Hilfe der Wettergeister Mirwen und Linionas«, räumte Bael ein.

»Die Albozen des Wettergottes Nounaers?«

»Der Gemahl meiner Schwester! Ich habe sie zu Winterwettern verdorben«, erklärte er mit unverhohlenem Stolz.

»Wie hast du sie ihm denn abspenstig gemacht?«

Wollte der Drache ihn ablenken? Doch die Geschichte war einfach zu schön, um sie nicht zu erzählen. »Ich habe ihnen von der Schönheit einer Schneeflocke vorgeschwärmt. Diesem funkelnden Kristall verfielen sie bald und halfen mir, das paradiesische, immerwährende Frühlingswetter in heiße Sommer und kalte Winter zu wandeln. Die Wesen sollten nicht so verwöhnt und verweichlicht werden. Als sie bei den ersten Katastrophen erkannten, was sie getan hatten, flohen sie in den Osten.«

»Verräter!«, murrte der Drache. »Und du hast sie nicht bestraft?«

»Keine Gelegenheit. Viator hat ihnen großmütig verziehen und sie mit Spionageaufgaben betraut. Stell dir vor, mich sollten sie bewachen. Den Feuergott! Und die Kleingeister glaubten, ich wüsste davon nichts.«

»Unglaublich!«

»Sie haben sich im Ewigen Eis eine Hütte gebaut. Dort sollen sie vegetieren!«

»Deine Werke wie Regen, Eis, Schnee und Frost sind DEM EINEN ebenbürtig!«, schmeichelte die alte Echse.

»Nicht wahr? Aber ich ersinne noch sensationellere Katastrophen wie Dürren, Lawinen und Gefahren.«

»DAS EINE wird es nicht gut finden, wenn du IHM ständig ins Handwerk pfuschst!« Bael trat hart mit dem Fuß auf, sodass der Boden bebte. »Nicht schon wieder ein Erdbeben! Ich bekomme davon immer Sodbrennen!«, schimpfte der Drache.

»Höre auf mit dem Gejammer.«

Der Drache sprach freundlicher: »Die Kreaturen, die du bisher geschaffen hast, die Marrovals und die Orks weisen diese Eigenschaften doch auf. Du kannst stolz auf dein Werk sein.«

»Mag sein.« Bael machte eine wegwerfende Geste. »Aber da ich die Seelengeschöpfe DES EINEN nur verändert und verdorben habe, tragen sie nichts zur Verdichtung des Seelenstoffes bei. Ich brauche den Odem, um Kreaturen zu schaffen, die Seele besitzen, die verdichtet werden kann und wir so schneller zum Punkt kommen. Ich muss DAS EINE überzeugen, dass es unser aller Vorteil wäre. Dann würde DAS EINE seine verdichteten Seelen und seine Gedankengötter zusammenfügen und sie würden vollkommen und eins sein. Würdest du dir das nicht wünschen?«

Der Drache sah ihn an und bleckte süffisant seine Reißzähne. »Mit dir und Lukia vereint? Soll das das vollkommene Glück sein?«

Bael antwortete nicht darauf, sondern beobachtete seinen ehemaligen Diener. Er war gelassen und schien mit sich im Reinen, außerdem spürte er eine große Macht um die Echse. Die Aura wirkte gewachsen. Ob der Drache seine alte Macht zurückerhalten hatte? Welches Spiel spielte er? Hatte er ihn an DAS EINE verraten? Und war dieser Machtgewinn seine Belohnung?

»Wie willst du das bewerkstelligen?«, fragte Schwarzschwinge in Baels Gedanken hinein.

»DAS EINE zu überzeugen?« Bael seufzte und schloss die Augen. »Vielleicht ist das gar nicht nötig, alter Freund. Du könntest doch den Odem besorgen?« Er riss die Augen auf, um zu sehen, wie der Drache reagierte.

»Ich? Wie soll ich das anstellen?« Schwarzschwinge schien wahrlich überrascht. Oder heuchelte er?

»Du hast die Macht dazu, du bist Fürst Schwarz von Schwinge. Der Herr über die Magie und das Feuer.«

»Dieser Rang gebührt dir als Feuergott. Das würde ich mir niemals anmaßen!«

Da hatte die alte Echse recht und dennoch war Bael sich sicher, dass der Drache eine Quelle der Magie gefunden hatte, die ihm eine größere Macht schenkte. Die aber ihm als Feuergott zustand. Wenn sie ihm gehörte, müsste er DAS EINE gar nicht überzeugen. Er könnte ES zwingen, ihm den Odem auszuhändigen.

»Also?«, fragte Bael fordernd.

»Ich besitze keine besondere Macht, sonst würde ich dir das sagen!«

Der Feuergott nickte, glaubte aber kein Wort. »Was machen wir jetzt? Mich verlangt es nach dem Odem!«

»Wo soll DAS EINE ihn versteckt haben? Das Nihelem ist durchforstet, alle Dimensionen haben wir abgesucht. Es bleibt nur der Palast und dort kommen wir nicht hin!«

»Und da verwahrt ES den Odem. Du könntest recht haben. Wieso finden wir den Weg nicht?«

»Weil der Weltenwanderer die Fäden verstrickt und anders verknotet hat. Die Pfade sind wie ein Labyrinth, Tore sind verschlossen oder im geheimen Nebel unsichtbar gemacht.«

»Du könntest ihn dazu bringen, dich zum Palast zu führen!«

Der Drache schnaubte. »Das habe ich längst versucht. Aber er scheint den Weg selbst vergessen zu haben. Er kann sich noch nicht einmal erinnern, ihn angelegt zu haben.«

»Das gibt er doch nur vor!«, schrie Bael wütend.

»Das glaube ich nicht!«, gab sich Schwarzschwinge überzeugt.

»Was schlägst du also vor?«

»Was ist, wenn du Lukia entführst und sie ihrem Gemahl nur zurückgibst, wenn er den Weg herausfindet!«, schlug der Drache vor.

»Hm, die Götterkönigin. Sie ist meine Schwester, alle wüssten sofort, dass ich dahinterstecke. Aber wenn ein Drache sie entführt …«

»Wüssten sie, dass ich – dein Waffenbruder – es gewesen bin. Was soll dadurch gewonnen sein?«

»Du meinst, die Götter wissen von unserer Freundschaft?«

Der Drache schickte kleine Rauchwölkchen durch seine Nüstern und knurrte ein düsteres »Ja, sicher!«.

»Aber es gibt inzwischen viele Drachen. Du müsstest nur Spuren hinterlassen, die auf die Raubdrachen hindeuten.«

Schwarzschwinge schlug missmutig mit seinem langen, gezackten Schwanz. »Raubdrachen aus dem Süden haben sich auf menschliche Jungfrauen spezialisiert. Warum sollten sie nun eine Götterkönigin rauben?«

Warum machte es der Drache nur so kompliziert? Bael schnauzte ihn ungehalten an: »Was weiß ich? Denk doch mal selbst nach. Es ist mir gleich. Besorg mir den Odem. Das ist alles, was ich will.«

»Phhh.« Eine kleine Stichflamme entkam seinem Maul.

»Also?«, fragte Bael unbeeindruckt nach.

»Wenn du mich so nett bittest«, grummelte die alte Echse.

»Gut, dann werde ich mich nach Dolmork zurückziehen. Melde dich, wenn du Resultate hast!«

»Mach ich.« Dann rief er: »Siebzehn!« Als die Marroval erschien, befahl er: »Bring unseren Gast aus den Hallen des Fürsten Schwarz von Schwinge.«

»Ja, natürlich mein Gebieter«, sagte sie und verbeugte sich bodentief. Ohne sich aufzurichten, wandte sie sich an Bael: »Eure Göttlichkeit, wenn Ihr mir folgen wollt!«

 

Bael lief in seiner Elbengestalt hinter der Marroval her. Sie hatte einen verdammt hübschen Hintern und er einen Gedanken. Rasch schloss er auf, sodass sie seinen Atem im Nacken spüren musste. Er vernahm, wie ihr Blut schneller in den Adern rauschte. Trotz der Furcht war ihre Gier erwacht.

Mit seiner verführerischen Stimme lockte er: »Siebzehn. Willst du mir nicht deine Kammer zeigen?«

Augenblicklich blieb sie stehen. Ihr Herz schlug so heftig, dass er es hören konnte. Sie keuchte, als er sie von hinten umfing und ihr ins Ohr blies. Diese Elbengestalt war gut gewählt, denn in ihrer Erregung und dem Verlangen nach Blut und Seele vergaß sie völlig, dass er der Feuergott war, der sie zu dem gemacht hatte, was sie war: ein seelensaufendes Ungeheuer.

Sie nickte und hauchte: »Hier entlang!«

Als sie in die Kammer stolperte, ging alles sehr schnell. Gegen ein kurzes Vergnügen hatte Bael nichts, allerdings würde er sie nicht töten, da Schwarzschwinge keinen Verdacht schöpfen durfte. In dem Moment, als sie sich zur Ekstase ritt und ihn dabei beißen wollte, verwandelte er sich in Silbernebel. Statt Blut zu saufen, atmete sie den Dunst ein und ließ augenblicklich betäubt von ihm ab. Wenn er den Zauber nicht verstärkte, würde sie nur einige Stunden außer Gefecht sein. Das sollte erst einmal reichen. Er betrachtete sie genau, prägte sich jede Feinheit ihres Gesichtes ein. Dann kleidete er sich in das Fleisch der Marroval Siebzehn.

 

Nachdem er die Kammer sorgsam verschlossen hatte, eilte er durch die Gänge zurück in den Prunksaal.

»Siebzehn, das hat lange gedauert!«, wütete Schwarzschwinge ungehalten.

»Verzeiht mein Gebieter. Die Göttlichkeit verlangte nach Vergnügen!«

Der Drache grunzte. »Du bist mein. Bael hat dich mir geschenkt.«

Spiel dich mal nicht so auf. Ich habe sie geschaffen. Aber Bael blieb ganz ruhig stehen, neigte demütig das Marrovalhaupt, während der Drache sich schwerfällig von seinem Lager erhob.

»Komm!«, befahl Schwarzschwinge.

Wo wollte die Echse hin? Für eine Dienerin war es unschicklich, nachzufragen. Und diese Marroval wäre zu eingeschüchtert, als dass sie das wagte. Bael musste aufpassen. Mit Mühe beherrschte er sich. Diese Rolle war für einen Gott äußerst unpassend, doch er wollte unbedingt das Geheimnis von Schwarzschwinges Macht ergründen, also lief er dem Drachen hinterher. Diese Hühnerfüße mit den Dornen an den Fersen ließen sich gut gebrauchen, obwohl sie ziemlich unästhetisch waren. Seine Wesen sollten jedoch nicht schön, sondern hart sein. Das war Siebzehn jedoch nicht. Bei ihr schwang allzu viel Seele mit. Das gleiche Problem wie bei der ersten Marroval, die er seinem Albozen Morren weggenommen hatte. Sie war in dem Feuer seiner Leidenschaft nahezu verbrannt. Bei dem Gedanken an diese einst anmutige, zerbrechliche Lichtelbin musste Bael ein böses Lächeln unterdrücken, während sie durch Hallen, Gänge und Höhlen gingen. Als er sie zu einer Vampirfrau verändert hatte, war er sein Interesse an ihr erloschen. Unterdessen hatte sich der Verräter Morren um seine einstige Geliebte, die nur noch zischte und nach Seelen und Blut trachtete, gekümmert. Morren war schuld, dass Bael die Gelegenheit verpasst hatte, seiner Schwester Lukia beim Beleben der Lichtelben den Odem abspenstig zu machen. Sie hatte welchen von DEM EINEN bekommen und er nicht.

Nach kurzer Zeit gebar diese erste Marroval seinen Sohn, den sie Amruil genannt hatte. Blutrotes Haar hatte er gehabt und stur war der Kleine gewesen. Aber dieser junge Feuerelb konnte instinktiv Zauber weben und liebte Edelsteine, wie sein Vater es tat.

Der Drache blieb plötzlich stehen und Bael wäre als Marroval fast in das massige Tier gelaufen. »Pass doch auf!«, zischte Schwarzschwinge. Sie waren weit in den Vulkanberg vorgedrungen. Nun standen sie vor einer Basaltwand, die lediglich durch Schattenschimmer verstärkt war. Der Drache atmete tief ein und seine drei Mägen leuchteten.

Er will Feuer speien, ahnte Bael.

Und tatsächlich ließ Schwarzschwinge heiße Flammen über die Wand tanzen, dabei sprach er düstere Worte.

Der Feuergott hatte geglaubt, jede Art von Magie und alle Sprüche und Rituale zu kennen, doch dieser Zauber war ihm unbekannt. Woher wusste die alte Echse das? Es musste Wissen aus einer Zeit vor den Göttern sein, einer Zeit, als dieser Urdrache noch mit dem Wal Ape in der Ursuppe geschwommen war.

Die Flammen umzüngelten die Lettern und Runen der Worte und brannten sie in den Felsen. Sie bildeten ein Halbrund und offenbarten ein Portal, das sich öffnete. Schwarzschwinge wandte sich zu der vermeintlichen Marroval und befahl: »Du bleibst hier und wartest auf mich!«

Bael verbeugte sich und sagte demütig mit zitternder Stimme: »Wie mein Gebieter befiehlt!« Bei sich dachte er: verdammt. Wie kann ich ihm folgen?

Er zog sich etwas zurück, während der Drache die Öffnung passierte. In dem Moment, als das Portal zu Stein wurde, wandelte er sich in eine Windgestalt und sauste durch den schmalen Spalt, bevor sich der Durchschlupf endgültig schloss. Das hatte er den Winterwettern Mirwen und Linionas abgeschaut.

Schwarzschwinge schien nicht zu bemerken, dass Bael ihm folgte. Der Drache zwängte sich durch die Höhlengänge, an deren Wänden Magma perlte, das die Umgebung in ein feurig rotes Licht tauchte. Noch weitere drei Portale, die magisch gesichert und offenbar nur mit Drachenfeuer zu öffnen waren, durchschritten sie, bis sie endlich an einen Basaltvorsprung kamen. Er ragte über einen Magmasee, der heftig brodelte. Bael war sich sicher, dass der Drache ihn, ohne es zu bemerken, genau da hingeführt hatte, wohin er wollte. Zum Ursprung der Macht!

Schwarzschwinge stellte sich auf seine Hinterläufe und stützte seinen massigen Körper zusätzlich mit dem Schwanz ab. Dann warf er seinen Echsenkopf in den Nacken und fauchte, dabei blies er drei Rauchwolken an die Decke.

Fasziniert beobachtete Bael, wie die Rauchwolken sich um etwas legten und es aus dem Nichts schälten. Es hatte bestimmt einen Durchmesser von einem Menschenschritt. Düster und dennoch glitzernd war es. Als es vor Schwarzschwinges Nase schwebte, erkannte Bael die Struktur eines riesigen Edelsteins. Er erinnerte ihn an einen schwarz gefärbten Gletscher.

Der Drache nahm ihn achtsam in seine Klauen und blies kleine Flammen über die gläserne Oberfläche. Vorsichtig löste er eine Pfote und stieß eine Kralle ins heiße Material. Mit einem Kreischen, als wäre dieser Gletschersplitter lebendig und vom Schmerz erfüllt, teilte er sich in zwei Hälften. Bael stockte der Atem, als Schwarzschwinge sie sorgsam auf einen aus dem Basalt geschlagenen Tisch legte. In dem geöffneten Splitter ruhte ein Buch mit einer überirdischen Aura. Bael glaubte, DAS EINE selbst hätte es geschrieben. Es war gesichert mit sieben Riegeln.

Der Drache strich zärtlich über die Siegel und die oberen drei sprangen auf. Schwarzschwinge seufzte und flüsterte: »Mein Liebes, willst du mir nicht auch deine anderen Geheimnisse schenken? Offenbare dich. Dein Wissen ist bei mir gut aufgehoben!«

Doch die Riegel blieben verschlossen.

»Schade. Liebes. Ich will dich nicht drängen. Vielleicht nächstes Mal. Es ist nicht schlimm. Ich habe noch nicht alle Seiten der drei Siegelabschnitte gelesen«, säuselte er auf eine unerträgliche Art.

Was sollte das Liebesgeflüster zu einem Folianten? Voller Neid beobachtete Bael, wie der Drache mit spitzen Krallen das Buch im dritten Abschnitt aufschlug und zu lesen begann. Leise und ohne einen verräterischen Luftzug zu erzeugen, flatterte er in seiner Windgestalt so nah heran, dass er das Buch fast berühren konnte. Bael erkannte Zahlen, Buchstaben, Symbole. Der Verfasser beherrschte die tiefsten Geheimnisse der Magie.

»Ah!«, machte Schwarzschwinge. »Jetzt verstehe ich es noch besser. Nicht nur die Vorzeichen der Magie muss ich ändern, um sie zu verstärken. Sie muss im Ganzen verquert werden. Was hier aber wohl mit Schattenmagie gemeint ist?« Erneut vertiefte sich der Drache in seine Lektüre.

Bael jubelte. Er war am Ziel seiner Träume. Das Buch brauchte er, und zwar auf Dolmork. Wenn er sich damit längere Zeit beschäftigte, würde er die Zeichen bestimmt richtig deuten und die Zahlen verstehen. Doch was passiert nun? Geschockt beobachtete er, wie die Schriften verblassten und bald völlig verschwanden. Nur der Abschnitt mit der Schattenmagie blieb bestehen.

Schwarzschwinge fluchte: »Nicht schon wieder. Immer, wenn ich etwas begreife, verschwindet es.«

Bael erschrak. Die Echse hatte offensichtlich Textstellen aus dem Buch herausgelesen. Unwiederbringlich verloren.

Der Drache schlug den Deckel zu und grunzte dabei unglücklich. Rasch erlangte er wohl die Beherrschung zurück, denn er strich über den Buchdeckel und säuselte: »Ruh dich aus, mein Liebes.« Dann nahm er aus der Tiefe des Splitters einige beschriftete Pergamentseiten. Hastig blätterte er sie durch, bis er ein leeres Blatt gefunden hatte. Aus einer Nische holte er ein Tintenfass, öffnete es und tunkte seine Kralle hinein. Ohne abzusetzen, schrieb er die Seiten voll.

Als Bael es las, wunderte er sich, dass der Drache sich Schriftsystemen der Elbenvölker bediente. Er beschrieb kurz, wie er die Magie mit anderen Vorzeichen versehen musste und sie auf diese Weise machtvoll und stark würde.

Der Feuergott begriff, dass die Echse die Erkenntnisse, die vor seinen Augen aus dem Buch verschwunden waren, notierte. Sehr weise, der alte Halunke.

Als Schwarzschwinge fertig war, leckte er seine Kralle sauber und trocknete sie in seinem heißen Atem. Danach legte er die Schriften und das Buch sorgsam in die Splitterhälften. »Wenn Bael wüsste, dass das der wahre Schatz ist … Viel wertvoller als alles Gold und Geschmeide auf sämtlichen Welten.« Seine echsigen Lippen verzogen sich zu einem hämischen Grinsen, aus seinen Nasenlöchern stob Rauch.

Bael weiß es. Der Feuergott war voller Schadenfreude. Ohne zu wissen, wie er aus dem Berg herauskommen sollte, fasste er einen waghalsigen Entschluss. Als der Drache die beiden Hälften wieder zu einem Splitter zusammenfügte, flog Bael in seiner Windgestalt zu dem Buch und den Schriften ins Innere. Er hielt den Atem an, als er gefangen im Splitter an die Decke schwebte.

 

***

 

Am nächsten Tag ging Schwarzschwinge wie jeden Abend in den Bauch seines Vulkanpalastes. Siebzehn begleitete ihn wie stets bis zum ersten Portal. Routiniert lief er voller Vorfreude durch die Gänge, öffnete die anderen Portale und stand auf dem Basaltvorsprung. Sein Herz stolperte, dabei verschluckte er sich an seinem eigenen Feuer. Entsetzt wich er zurück, bis sein gezackter Schwanz an die Wand gepresst wurde. Auf den Felsen lagen verstreut schwarze gläserne Scherben. Unverkennbar war hier der Große Splitter, den er in einer Falte der Dimensionen entdeckt hatte, in tausend Stücke zersprungen. Seine Schriften weg, das Buch fort. Wie war das möglich?

Noch saß der Schock zu tief. Er konnte nur verharren und auf die Scherben starren. Sein Herz zog sich zusammen. Plötzlich erinnerte er sich an einen Luftzug, den er gestern immer wieder bemerkt hatte. Und auch Siebzehn war anders als sonst gewesen.

Jetzt war ihm alles klar: Bael, der Teufel! Nur er kannte den Palast besser als Schwarzschwinge selbst und besaß ausreichend Zauberkraft und das Wissen, um den Splitter zu zerstören und das Buch zu stehlen. Wahrscheinlich war er durch den Lavasee getaucht, um mit seiner Beute aus dem Berg zu fliehen. Die Sehnsucht nach dem Buch quetschte Schwarzschwinges Herz. Das war sein Schatz. Er spürte, wie seine Kehle anfing zu glühen. Und dann stieß er ein infernalisches Feuer aus und brüllte seinen verzweifelten Zorn heraus. Das würde Bael büßen. Rache!

 

 

Drachensplitter – coming soon

Drachensplitter

ist der 4. Band der High-Fantasy-Serie Die Zauberschmiedin

Wenn jetzt nichts mehr schief geht, sollte die Geschichte um die Feuerelbin Rayka und ihre Gefährten im Laufe des Oktobers veröffentlicht werden. Auch wenn das Cover diesmal anders ist als bei den 3 vorherigen Bänden, knüpft der Roman an die Handlung von Aschengier an und erzählt vom Schicksal Eisenlands und seiner Bewohner. Ein neuer Protagonist hat sich dabei eingeschlichen. Wie der Titel schon vermuten lässt: Ein Drache!

Drachensplitter – der 4. Teil von DIE ZAUBERSCHMIEDIN
Das erwartet euch:

Das Ritual auf dem Götterberg, bei dem Feuer, Licht und Schatten mit magischen Steinen ein Hexagramm erschaffen, soll Eisenland vor dem Untergang bewahren. Rayka jedoch verdirbt es, indem sie kurzentschlossen ihren geliebten Targoin aus dem Steingefängnis rettet und dabei den Rubin der wahren Liebe opfert. Das Hexagramm bricht zusammen. Zunächst scheinen Sonne und Mond zu heilen, doch schon nach kurzer Zeit offenbart sich die wahre Katastrophe.

Viator kennt einen gefährlichen Ausweg, um das Ende abzuwenden: Rayka soll ins Nihelem aufbrechen, um den gefangenen Feuergott Bael zu überzeugen, neue Götterjuwelen für den Himmelskörper zu schmieden.

 

 

Der Sammelband – 0,99 Euro

Buchempfehlung: „Die Zauberschmiedin“, eine Fantasytrilogie im Sammelband von Ruth Mühlau

Fast tausend Seiten Lesespaß mit Rayka, der Feuerelbin, die mit den Steinen flüstert, auf Drachenschwingen fliegt und Dunkle Herrscher in Brand setzt! Als letzte Zauberschmiedin ist sie auserwählt, die Götterjuwelen zu finden, um Eisenland vor den bösen Mächten zu bewahren … (ein Gastbeitrag von Ruth Mühlau)

Ruth Mühlau

Ruth Mühlau

Lassen Sie sich in die Welt der Elben, Drachen und Warge entführen! Meine Elben, ob Feuer-, Licht oder Waldelben sind fühlende Wesen mit Herz. Getrieben werden sie von ihren Sehnsüchten. Meine Leser lieben Rayka mit ihrer ungestümen Art, die niemals aufgibt, seien die Kämpfe, äußere und innere, noch so hart. Und sie muss viele Abenteuer bestehen!
Mit der Zeit lernt sie ihre Zauberkräfte einzusetzen. Neben Anerkennung und Freundschaft wünscht sie sich nur eins: den Schmuckhändler Targoin. Als er sich endlich zu ihr bekennt, wird Rayka Opfer der edlen Syra, die sie aus Eifersucht ermorden will. In Notwehr tötet Rayka die Rivalin mit einem Feuerzauber. Seitdem trennen Hass, Rachegefühle und grausamer Zauber die beiden Liebenden.
Ich habe ein Herz für markante Helden. Und die wilde Rayka macht mir besondere Freude. Obwohl sie in ihrem Eigensinn schon mal mein Konzept torpediert … die vollkommene Lichtelbin Lavilija ist angepasster, doch von Band zu Band entwickelt auch sie eine verdorbene Seite.
Auf die häufig gestellte Frage, ob Romane nicht oft etwas Biografisches haben, kann ich nur erleichtert sagen: In meinem Fall nicht. Meine Warghelden haben aber durchaus reale Vorbilder. Mein Hund Merlin stand Pate für den Warggeist Merlynn. Die Drachen verhalten sich schon mal wie meine Kater …

Aktion: nur 99 Cent statt 8,99 €

Die Zauberschmiedin

Fantasytrilogie im Sammelband von Ruth Mühlau

Wird eine junge Feuerelbin die Welt vor der dunklen Macht retten?

Rayka wächst als Findelkind bei den Waldelben auf; sie wird wegen ihrer frechen Art, ihrer roten Haare und missglückten Zaubereien verdächtigt, eine Hexe zu sein und im Dorf gemieden. Erst als sie die Schmiede ihres Ziehvaters übernimmt, entdeckt Rayka ihre wahre Gabe: sie kann das Wesen der Edelsteine verstehen. Doch auf die Zauberschmiedin warten große Aufgaben! Kann Rayka die Götterjuwelen finden, bevor der Dunkle Herrscher mit ihrer Hilfe die absolute Macht erringt? Alle drei Einzelbände „Feuerzorn“, „Schattenrausch“ und „Aschengier“ in einem Sammelband. „Eine spannende Geschichte die den Leser in eine fantasievolle Welt der Elben, Götter, Wargen und Orks mitreißt …“ (Leserin) (über 80 5-Stern Bewertungen für die Einzelbände) (990 Seiten, komplette Trilogie plus Bonusgeschichten) – hier günstig für Kindle kaufen oder gratis leihen!

Raykas Abenteuer gehen weiter: Der vierte Band „Drachensplitter“ steht kurz vor der Veröffentlichung. Ein fünfter und abschließender Teil ist in Planung. In „Amruielle – die siebte Söhnin der Feuerelben“ kann man die Vorgeschichte der Zauberschmiedin-Reihe lesen.
Mehr über die Autorin und ihre Bücher gibt es auf der Seite Die Zauberschmiedin, bei Ruth Mühlau auf Facebook oder folgen Sie ihr auf Instagram!

Artikel lesen: zum Artikel bei XTME

 

 

Lovelybooksleserunde Sammelband Zauberschmiedin 1-3 zu gewinnen

Liebe Fantasyleserin, lieber Fantasyleser,

Die Zauberschmiedin –
3 Teile des Elbenepos in einem Sammelband

990 Seiten High-Fantasy

bei LovelyBooksleserunde zu gewinnen

Die Zauberschmiedin ist eine mehrteilige spannende High-Fantasy-Serie über das Schicksal einer jungen Feuerelbin, die Macht der Magie und der Zauberschmiederei. Ich verlose den Sammelband 1-3 (Feuerzorn, Schattenrausch und Aschengier plus Bonusmaterial über die Abenteuer einer jungen Leporidin)

Habt ihr Lust in dieses Elbenepos einzutauchen, das vielleicht anders ist, als ihr es erwartet? Bei der Rettung von Welten kämpft hier auch das Gute gegen das Böse, aber nicht nur Ork gegen Elb, Dunkler Herrscher gegen Lichtelbin oder schwarze Magie gegen weiße, sondern gerade der innere Kampf für oder gegen das Gute, die Freundschaft und die Liebe sind die beherrschenden Themen. Weitere Rollen sind vergeben an Warge, Drachen, Kobolde, Geister und Zentauren.

Buchtrailer

Ich verlose 10 E-Books Sammelband. Wenn das Interesse größer ist, stocke ich auf.

Bewerbe dich,

  • wenn du die Zauberschmiedin nicht kennst, aber du sie gern kennenlernen willst.
  • wenn du Amruielle- die siebte Söhnin der Feuerelben magst und endlich die Geschichte ihrer Tochter Rayka lesen willst
  • wenn du Feuerzorn oder Schattenrausch gelesen hast, dich aber irgendetwas abgehalten hat, Raykas Geschichte weiterzuverfolgen
  • wenn du begeisterter Leser der Zauberschmiedin-Reihe bist und du etwas über die Abenteuer der Koboldin Leula erfahren willst, die sich mit Nachtmahren und mit Schattenrittern anfreundet.

Wenn du auf den 4.Teil Drachensplitter (Veröffentlichungstermin Herbst 2018) ungeduldig wartest und dir die Wartezeit verkürzen möchtest.

Was erwartet dich:

Die Zauberschmiedin –
3 Teile des Elbenepos in einem Sammelband

plus 90 Seiten bisher unveröffentlichtes Bonusmaterial

1) Feuerzorn
2) Schattenrausch
3) Aschengier
4) Leulas Abenteuer

– Geschichten der kleinen Leporidin, die dabei half,
als der Kundschafter Averloron auszog, die Prinzessin
aus den Klauen des Dunklen Herrschers zu retten.

Zu allen drei Bänden habe ich eine Leserunde bei Lovelybooks durchgeführt. Die Bände gibt es auch einzeln als E-Book und Print, im Moment nur bei Amazon.  Leseprobe:

 

Bitte teilt mir mit, welches Format ihr braucht. Erwähnt doch bitte, wo ihr Rezensionen einstellen würdet. Toll fände ich, wenn ihr auch Rezis zu den einzelnen Bänden schreiben würdet. Da Die Zauberschmiedin im Moment exklusiv bei Amazon erhältlich ist, sind für mich dort Rezis besonders bedeutsam.

Ich freue mich schon auf eure Eindrücke, Hinweise und Fragen, da mir die Leserunden zu Feuerzorn, Schattenrausch, Aschengier und Amruielle sehr viel Freude gemacht haben. Auch versuche ich zeitnah zu antworten.

Ich hoffe, ihr habt Lust auf ein paar spannende Stunden mit Magie, Abenteuern, Liebe, Eifersucht, Hass, Rache, Machtgier und Freundschaften zu Wargen, und Kämpfen um die Götterjuwelen. Wenn ihr noch Fragen habt, dann raus damit.

Bis bald, es grüßt euch herzlich, Ruth

 

Feuerzorn:
Wird eine junge Feuerelbin die Welt vor der dunklen Macht retten?

Eisenland wurde längst von den Göttern verlassen, die Welt verkommt zu einem düsteren Ort.
Orks und Warge in ungeheurer Zahl treiben ihr Unwesen. Dunkle Mächte und der Weltenwanderer Viator sind auf der Suche nach den Silbren, verschollenen Götterjuwelen, die das Schicksal der Welt besiegeln können.
In einem Waldelbendorf wächst ein Findelkind auf. Rayka flucht wie ein Zwerg, zähmt einen wilden Warg und kann ihre Magie nicht kontrollieren. Doch sie besitzt eine besondere Gabe im Umgang mit Edelsteinen, denn als Einzige begreift sie deren Seele. Gelingt es der Elbin, die Silbren aufzuspüren? Und für welche Seite der Macht wird Rayka sich entscheiden?

Schattenrausch:
Das Abenteuer um die Zauberschmiedin geht weiter

Die Feuerelbin Rayka ist die Auserwählte, davon ist der Weltenwanderer Viator überzeugt. Mit ihrer Hilfe sollen die Silbren gefunden und dem üblen Treiben des Dunklen Herrschers Einhalt geboten werden. Doch die Zauberschmiedin hat im Zorn ihre Rivalin Syra getötet. Kann eine Mörderin die Auserwählte sein?
Der Suchtrupp jagt sie unerbittlich und muss sich während der Verfolgung zahlreichen Widrigkeiten stellen. Während der Schmuckhändler Targoin in einen Zweikampf mit einer Zentaurenkriegerin verwickelt wird, begegnet die Bogenmeisterin Bruna ihren eigenen Dämonen.
Die Lichtelbin Lavilija ist überzeugt, dass Rayka nach Silbrarillia muss, um mit dem Weltenwanderer die Götterjuwelen zu suchen. Doch als die Marroval und der Feuergrimmige Lavilija gefangen nehmen und sie zur Vulkanburg des Dunklen Herrschers verschleppen, will Rayka die Lichtelbin befreien. Währenddessen plant der Dunkle Herrscher ein grausames Ritual, um Sonne und Mond zu morden.

Es entbrennt ein wahres Feuerwerk der Zauberei.

 

Aschengier:
Die Zauberschmiedin zwischen Liebe, Freundschaft, Eifersucht und einem dunklen Pakt.

Der Mond blutet und auf der Sonne toben Feuerstürme, die auf Eisenland niedergehen und es zu vernichten drohen. Das grausame Ritual des Dunklen Herrschers entfaltet seine Wirkung. Rayka und Lavilija treten erneut den Kampf gegen das Böse an und versuchen, den Tod der Himmelskörper zu verhindern. Die Liebe zu Targoin macht sie zu Rivalinnen. Eifersucht und Misstrauen erschüttern ihre Freundschaft. Als Targoin in die Fänge der Marroval gerät, wird nicht nur ihre Freundschaft auf eine harte Probe gestellt. Denn Gentia will die beiden Elbinnen zu einem Pakt nötigen und benutzt Targoin als Unterpfand.

Band 4: Drachensplitter Herbst 2018

 

Achtung! Nur heute für 2,99 Euro! Die Zauberschmiedin – 3 Teile des Elbenepos in einem Sammelband

Heute gibt es den Sammelband Die Zauberschmiedin 1-3 zum Einführungspreis von 2,99 Euro (regulär 8,99 Euro) plus Bonus 90 Seiten Leulas Abenteuer

990 Seiten High-Fantasy

Die Zauberschmiedin –
3 Teile des Elbenepos in einem Sammelband

plus 90 Seiten bisher unveröffentlichtes Bonusmaterial

1) Feuerzorn
2) Schattenrausch
3) Aschengier
4) Leulas Abenteuer

– Geschichten der kleinen Leporidin, die dabei half,
als der Kundschafter Averloron auszog, die Prinzessin
aus den Klauen des Dunklen Herrschers zu retten.

https://www.amazon.de/Die-Zauberschmiedin-Sam…/…/ref=sr_1_5…

Glossar Feuerzorn

Völker und Personen

Elben

Feuerelben

Heldin, Hexe, Verführerin, Dämon, Gestaltwechsler?
Nachfahren des Amruil, Urvater der Feuerelben

Amruila / Rayden/ Rayka

die Zauberschmiedin. Sie wird von ihrer Mutter, der letzten Feuerelbin, bei den Waldelben ausgesetzt, um ihr Leben zu retten. Amruila soll bei Martius, einem begabten Goldschmied, aufwachsen und lernen. Von ihren Zieheltern wird sie Rayden genannt. (RAY= Feuer / DEN = Findling => Sprache der Altvorderen) Nach einem magischen Missgeschick nur noch Rayka.

Feuerelbin ohne Name, blutrote Wargin, Raykas Mutter, Zauberschmiedin, Tochter Amruils

Amruil  – Sohn des Feuergottes Bael und der zur Vampirfrau veränderten Lichtelbin Marroval, Zauberschmied und Wargzüchter

Waldelben

leben in Sylvana, Reich der Legenden, versteckt in Dion, meist im Hauptdorf Sylva

Targoin – späterer Schmuckhändler, Unterhändler bei den Verhandlungen mit Dions Menschen, Freund von Rayka

Martius – Goldschmied und Ziehvater von Rayka (Rayden)

Auralia –  die Gefährtin Martius`, einst eine berühmte Sängerin, die den Tod ihrer Tochter beim Wargangriff mitansehen musste.

Moira –  verstorbene Tochter von Martius und Auralia

Oura – Seherin und Heilerin der Waldelben, Mutter von Syra

Syra – Tochter der Oura, zukünftige Auserwählte von Targoin

Emdoras – zunächst Bogenmeister und Sprecher, später Ratsherr, Vater von Bruna

Arker und Rexto – Waldelben, die beim Wargangriff fallen

Bruna – Tochter des Emdoras, beim ersten Wargangriff wurde sie Opfer einer Attacke. Ein Warg biss ihr ins Gesicht, das seitdem entstellt ist.

Nestori – Jäger, Schüler der Bogenmeisterin Bruna, Mitglied des Suchtrupps

Emiran und Ephisse – Brüder, gehören zum Wachdienst und zum Suchtrupp

Claire – eine Waldelbin, die beim Tag der Jugend singt

Inda – Dienerin im Hause Oura

 

Lichtelben

Elben, die durch die Göttin Lukia mit besonderen Eigenschaften wie dem goldenen Licht (Sternenlicht) ausgestattet wurden

Lavilija  – magische Lichtmeisterin

Marroval – große Liebe des jungen Morren, durch Folter und Experimente zur Urmutter der Vampirfrauen gemacht, Mutter von Baels Sohn Amruil

West-Elben

Memon – magiebegabter Absolvent der Silbramagica, stammt aus Silbrarillia, ein Elbenritter Zeydons

Menschen

leben mit anderen Völkern meist in der Westmark

Zeydon – gewählter König der Westmark, stammt aus dem Land der Mohnenkrieger, auch Herr der Pferde

Zoralia – Königin der Westmark und Gemahlin des Königs Zeydon

Zeya – Prinzessin, Tochter von Zoralia und Zeydon

Gerda – Zofe von Zeya, Prinzessin der Westmark

Mins und Ludwig – Leibgarde des Königs

 

Leporiden

kaninchenköpfige Kobolde, ansässig vor allen Dingen im Dorf Poridge, aber auch z.B. als Minenarbeiter in Sylvana

Leula – Leporidenmädchen

Karimti – Leporidenmann

 

Kreaturen des Baels

Marrovals
eine Marroval

Vampirfrauen, auch -männer, deren Urmutter die Lichtelbin Marroval war

Gentia – Marroval, im Dienste des Dunklen Herrscher als magische Kriegerpriesterin und Geliebte des Morren

Orks, Bilwisse, Nachtmahre 

Überirdische

DAS EINE der Schöpfer
Der Weltenwanderer

Viator – auch der Große Gnom, der Reisende

reist als Weltenwanderer/Weltenwandler durch die Dimensionen und sieht nach dem Rechten.

Die Albozen

einst ausschließlich Lichtstreife

die durch den Feuergott Bael verführte Albozen nennt man Dunkelstreife

144 Albozen, damals alles Lichtstreife, erschaffen durch DAS EINE, um den zwölf Göttern zur Hand zu gehen, unterschiedliche Urgestalt je nach Art des Albozen, ausgestattet mit verschiedenen göttlichen Fähigkeiten

Morren – der Dunkle Herrscher, Dunkelstreif, einst Diener des gefallenen Gottes Bael

Winterwetter Mirwen und Linionas – reumütige Lichtstreife, die einst dem Gott des Windes gedient haben und kurzfristig durch den Feuergott Bael verführt, den Pfad eines Dunkelstreifs verfolgten, symbiotische Einheit mit dem anderen Winterwetter, nehmen gern die Gestalt eines Gnoms an (Mirwen – weiblich; Linionas – männlich)

Balmork – Feuergrimmiger, Alboze, Dunkelstreif, Sekretär und rechte Hand des Dunklen Herrschers

Bilmark –  Feuergrimmiger, Alboze, Dunkelstreif, Zwillingsbruder von Balmork, Oberkommando über das Heer des Dunklen Herrschers

 Die Götter

entsprangen einst den Gedanken DES EINEN und gestalteten Eisenland mit. Bis sie Eisenland verlassen haben.

Arthemis – Gott der Erde

Lukia – Göttin des Lichts und der Sterne

Korkros – Gott des Todes, Korkros’ Hallen ist das Paradies

Aegiron – Gott des Meeres und der Menschen

Fabri – der Götterschmied

Bael – der Gefallene Gott, Gott des Elements Feuer und der Magie, Vater von Amruil, Schöpfer vieler Seelenarmer wie Marrovals, Orks, Bilwisse, Nachtmahre usw.

Halbgötter

Amruil – Sohn des Feuergottes Bael und der Lichtelbin Marroval, die später zur Vampirfrau wurde, erster Feuerelb, begnadeter Zauberschmied, Züchter der Warge und Erfinder der Wargerei

Silbra – die Halbgöttin auf ihrem Pferd Schattenschimmer, die Silberne Retterin

Magische Tiere

Warge

Kalimba – verwilderter Reitwarg, den Rayka als Welpenwaisen gefunden, gerettet und aufgezogen hat.

Die Welt der Zauberschmiedin

Die Fantasyreihe Die Zauberschmiedin spielt in der Sekundären Dimension (Apeiron) auf Eisenland (Iron). Ein Kontinent, der durch den Urwald Ape getragen und mit Luft versorgt wird.

Der Fluss Weos fließt von Ost nach West, um dort ins Meer zu fließen, während der Fluss Nors Eisenland von Norden nach Süden durchschlängelt. Er bildet die Grenze zu den Östlichen Elbenlanden. Im Norden befindet sich das Ewige Eis und die Nordlande, dort baute der Dunkle Herrscher die Festung Dolmork. Im Westen liegt die Westmark mit der Hauptstadt Silbrarillia, die in der Zeit der Götter Elbenstadt hieß. Ans Meer gebettet wird sie durch den Weos begrenzt. Nördlich vom Silbrarillia ist Morland mit der Burg Morband und weiter im Nordosten das Mohnenland, Heimat der Mohnenkrieger und des Königs Zeydon. Die westliche Grenze der Westmark bildet das Zentauergebirge. Am Weos wohnen die Leporide in dem Dorf Poridge. Ganz im Süden leben hauptsächlich die Zwergenstämme in dem Reich Gemina. In der Mitte von Eisenland befindet sich das Königreich Dion. Norddion wird von Morren besiegt und in Mordion umbenannt. Im Herzen von Dion ist das Gebiet der Waldelben Sylvana, mit dem Hauptdorf Sylva. Dort wächst Rayka auf.

Rubin – der Stein der wahren Liebe

Aus Aschengier – 3.Band der Zauberschmiedin

Doch Viator konnte sich nicht von dem Anblick losreißen. Dann setzte der Blutregen ein, und er stand dort und blickte auf die sanften Hügel, die Wälder und die Seen.

Sollte die idyllische Seite von Eisenland auf ewig verloren sein?

Das alles sollte jetzt vergehen? Dem Anblick dieser Schönheiten, die einst die Götter bei der Schöpfung ausgestaltet hatten, wollte er sich noch einmal hingeben. Dann kam der Zorn. Zorn auf die faulen, verantwortungslosen Götter, die sich in den Palast DES EINEN zurückgezogen hatten und nichts mehr taten, um den Wesen zu helfen. Wenn er den Palast fände, hätte er ein Wörtchen mit diesen Mächtigen zu reden. Auch wenn es für alles zu spät wäre, brauchte er die Genugtuung, sie zur Verantwortung zu ziehen. Doch mit einem Mal verrauchte seine Wut. Die Luft war erfüllt von Liebe. Ein rotes Leuchten durchdrang die sphärische Welt.
»Der Rubin!«, flüsterte er.

Der Rubin – der Stein der wahren Liebe

Und dann lachte das Männlein mit der Kutte laut auf, warf den Wanderstab in die Luft, fing ihn auf und tanzte auf dem Hügel mit wilden, ausgelassenen Sprüngen.
»Diese Zauberschmiedinnen, diese Feuerelbinnen. Sie haben es tatsächlich geschafft!«
Der Regen versiegte, die Erde atmete auf und obwohl es Nacht war, begannen die Vögel zu zwitschern. Die Hitze wurde erträglich, da die Sonne innehielt, Lavabrocken zu werfen. Frischer, wohlduftender Wind fegte Staub und Dreck hinfort. Der Weltenwanderer ließ sich japsend auf den Boden fallen und streckte glücklich Arme und Beine aus. So blickte er in den Himmel, um nichts von der Heilung zu verpassen. Bald würden die Risse des Mondes sich zusammenfügen, alles würde zusammenwachsen. Eisenland war gerettet. Kraft und die Liebe der Wesen selbst hatten es vollbracht. Bald würden sie genesen und zusammen den Dunklen Herrscher endgültig besiegen. Und er Kleingläubiger hatte gedacht, alles wäre verloren.